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Diese Tegut-Filialen in Osthessen gehen an Edeka

Wirtschaft

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Fulda

Kartellamt stimmt zu: Diese Tegut-Filialen in Osthessen gehen an Edeka

Von: Sabine Kohl, Sabrina Mehler, Bernd Loskant

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Das Bundeskartellamt in Bonn hat entschieden: Die Edeka-Gruppe darf insgesamt 178 Tegut-Filialen übernehmen. Diese Märkte in Osthessen sind dabei.

Fulda/Bonn – Monatelang hatte das Bundeskartellamt das Anliegen der Edeka-Gruppe geprüft, die eigentlich 202 Tegut-Märkte übernehmen wollte, zudem 41 Teo-Standorte, die Herzberger Bäckerei sowie das Logistikzentrum in Michelsrombach. Dieser Übernahme haben die Wettbewerbshüter in Bonn nun in weiten Teilen zugestimmt. Lediglich für 24 Filialen hat das Kartellamt ein Kauf-Verbot für die kommenden vier Jahre angeordnet.

Diese Tegut-Filialen in Fulda, Osthessen und Kinzigtal gehen an Edeka

Im März hatte die Schweizer Migros angekündigt, sich komplett aus dem deutschen Markt zurückzuziehen und entsprechend sämtliche Tegut-Märkte in ihrem Besitz abzustoßen. In Osthessen und dem Kinzigtal gehen folgende Tegut-Filialen nun in den Besitz von Edeka über:

Bad Hersfeld, Benno-Schilde-Straße 8

Bad Salzschlirf, Fuldaer Straße 52

Brachttal, Fabrikstraße 5

Bruchköbel, Heinrich-Böll-Straße 42

Bruchköbel, Keltenstraße 18

Freigericht, Raiffeisenstraße 11

Fulda, Am Emaillierwerk 1

Fulda, Rabanusstraße 3

Fulda, Keltenstraße 20 (Kaiserwiesen)

Gelnhausen, Leipziger Straße 74

Hanau, Heldenbergener Straße 4

Hünfeld, Josefstraße 3 (Haunecenter)

Langenselbold, Ringstraße 58

Linsengericht, Kleinbahnweg 3

Maintal, Braubachstraße 18

Petersberg, Breitunger Straße 2-4

Schlitz, Bruchwiesenweg 2

Die vollständige Liste mit allen 178 Filialen gibt es hier: Für die Tegut-Märkte in Hünfeld (Niedertor 2), Neuhof (Hanauer Straße 1), Alsfeld (An der Au 10) und Geisa (Gartenweg 3) gibt es noch keinen Käufer. Diese Filialen gehören zu den 24, gegen die das Kartellamt sein Veto eingelegt hatte. Laut unbestätigten Informationen soll sich aber für die Filiale in Neuhof auch die Rewe-Gruppe interessieren. Hier steht die Entscheidung des Kartellamts noch aus.

Einige Fillialen aus der Region fehlen auf beiden Listen

Zugleich stellt sich die Frage, was mit den Tegut-Märkten passiert, die auf keiner der beiden Listen des Kartellamts auftauchen. Der große Tegut in der Maberzeller Straße in Fulda fehlt genauso wie der am Rhönhof in Eichenzell, der in Dipperz oder weitere Märkte in Schlüchtern, Petersberg und der Rhön. Wahrscheinlich ist, dass sie zu den Märkten gehören, die Rewe übernehmen will. Fakt ist aber auch: Für 22 Standorte gibt es nach wie vor keinen Interessenten.

Laut Migros beschäftigt Tegut insgesamt knapp 7500 Menschen, davon rund 6000 im Vertrieb in 338 Filialen. Die Marke soll vollständig aufgegeben werden. „Standorte, für die bisher noch kein Erwerber gefunden wurde, werden in einem weiteren, aktuell laufenden Bieterverfahren angeboten“, teilt das Schweizer Unternehmen mit. Laut Migros verlaufe der im Frühjahr angekündigte Rückzug aus dem deutschen Lebensmittelhandel planmäßig. Die Zentrale in Fulda soll zum 31. März 2027 geschlossen werden – die 470 Mitarbeiter müssen sich neue Jobs suchen.

Edeka begrüßt Übernahme-Freigabe durch das Bundeskartellamts

„Wir begrüßen die Freigabe der Übernahme von 178 tegut-Standorten durch den Edeka-Verbund. Das ist eine gute Nachricht für die Beschäftigten und die Menschen in den betroffenen Regionen: Damit erhalten die rund 3700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter 190 Auszubildende, eine klare Zukunftsperspektive. Zugleich bleibt die wohnortnahe Nahversorgung mit hochwertigen Sortimenten in den betreffenden Regionen erhalten“, äußert sich Edeka auf Nachfrage der Fuldaer Zeitung. Gleichzeitig bedauert das Unternehmen das Veto des Kartellamts gegen die Übernahme von 24 weiteren Filialen.

Die übernommenen Filialen sollen nun schrittweise in den Edeka-Verbund integriert werden, heißt es in der Mitteilung weiter. Einige Märkte sollen demnach als Netto-Filialen weitergeführt werden. Übernommen werden ebenso das Logistikzentrum in Michelsrombach sowie die Herzberger Bäckerei. „Wir bleiben zuversichtlich, auch hier einen wesentlichen Teil der Arbeitsplätze sichern zu können“, teilt Edeka mit.

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