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Diese winzige Waldhütte in England zeigt, wie komfortabel man ein Tiny House einrichten kann

Wirtschaft

Diese Mini-Waldhütte in Devon wirkt dank kluger Einrichtungstricks überraschend gemütlich und großzügig.

Wenn man konkret sucht, lässt sich nahezu überall Inspiration für das eigene Zuhause entdecken. In der Farbpalette des Lieblingsgemäldes, in der Beschreibung eines Hauses in einem Kinderbuch oder in der Cocktailbar eines neu eröffneten Hotels. Manchmal können aber auch Erlebnisse als Impuls dienen. So war es im Fall von drei Waldhütten in Cove Valley. „Ukai“, „Hopi“ und „Chatan“ heißen die kleinen Cabins, die sich in die Hügellandschaft Devons ducken und als Ausgangspunkt für unterschiedlichste Naturerlebnisse auf dem Gelände dienen sollen – von Wandern bis zum Biber-Beobachten. Zu ihrer Idee kamen Grundstückseigner:innen während eines Kaltwasser-Retreats in den schottischen Highlands. Dort lernten sie den Interiordesigner Tom Cox vom Büro HÁM Interiors kennen, der schon lange davon träumte, einmal ein abgeschiedenes Naturerlebnis zu gestalten – und es in Cove Valley nun verwirklichen konnte.

Das übergeordnete Ziel war es, luxuriöse Unterkünfte mitten in der Natur zu schaffen. Jede Cabin sollte anders sein, zugleich aber eine unverwechselbare Gestaltungssprache mit sich bringen, die sie alle eint. „Hopi“ beispielsweise besteht nahezu rundum aus Holz. „Hier haben wir versucht, mit dem Einsatz von natürlichen Materialien das Außen so gut es ging nach innen zu holen“, sagt Cox. In der mit Metall verkleideten Hütte „Ukai“ wiederum sorgen die Raumaufteilung, die großzügigen Fenster und die beeindruckende Aussicht für ein Gefühl unbeschreiblicher Ruhe. Und dann gibt es noch „Chatan“, eine Art Baumhaus, das einem Märchen entsprungen sein könnte. „Seinen Charme“, erklärt Cox, „bekommt es maßgeblich durch das wiederverwendete Holz der Innenräume. Dadurch, dass es die letzte Cabin war, die fertiggestellt wurde, haben wir dort etwas Verrückteres, Verspielteres gewagt.“

Ein ausgeklügelter Grundriss sorgt für optische Ruhe

Nun weiß jeder, der sich einmal mit der Gestaltung kleiner Räume befasst hat, wie entscheidend die Raumaufteilung ist. Somit bestand die größte Herausforderung darin, trotz kleiner Fläche klar voneinander abgegrenzte, gut definierte Bereiche zu schaffen, die sich im Gesamtbild dennoch stimmig anfühlen. Auf der Suche nach dem perfekten Grundriss nahmen Cox und sein Team von HÁM Interiors bereits bestehende Hütten unter die Lupe und versuchten herauszufinden, was dort funktionierte und was nicht. „Wir stellten fest, dass sich ein problematisches Muster sehr oft wiederholte: beengte Innenräume, ein zu kleiner Eingangsbereich, Küchen, die zu nah an den Schlafbereichen lagen, und zu wenig separate Sitzbereiche“, erinnert sich Cox. Fehler, die das Designteam in den Cove-Valley-Hütten nicht wiederholen wollte.

Holz, Blautöne und clevere Stauraum-Ideen

So verläuft die Küche in „Ukai“ beispielsweise entlang der Rückwand des Eingangsbereiches und nimmt kaum Fläche in Anspruch. Offene Regale, Wandhaken für Kochgeschirr und Gläser sorgen dafür, dass für unschöne Küchengeräte ausreichend Platz in geschlossenen Fächern bleibt. Direkt hinter der Küche befindet sich ein Tisch mit Stühlen, der Ess- und Gemeinschaftsbereich in einem ist. Da er allerdings nur Platz für zwei Personen bietet, ist er leicht genug, um bei Bedarf umgestellt zu werden. Auf der restlichen Fläche sorgt clever geplanter Stauraum dafür, dass Unordnung verborgen bleibt und jeder Bereich aufgeräumt und durchdacht wirkt.

Überdies finden sich zahlreiche weitere Gestaltungstricks, die zeigen, wie sorgfältig diese winzige Waldhütte geplant wurde – insbesondere in Bezug auf ihre Lage mitten in der Natur. „Wir mussten natürlich auch an Situationen denken, in denen Gäste von einem Spaziergang durch den Wald zurückkommen und die Schuhe nass und schlammig sein könnten“, erklärt Cox. „Also haben wir uns gefragt, wie wir den Grundriss so planen können, dass man beim Öffnen der Tür nicht unmittelbar im Wohnbereich steht.“

Denn anders als die anderen Hütten verfügt „Ukai“ über keinen eigenen Eingangsflur. Demnach musste eine Fläche geschaffen werden, die sowohl funktional als auch einladend ist. Also verlegte der Interiordesigner das Schlafzimmer ans andere Ende der Hütte und setzte mithilfe einer gegenüberliegenden Glastür einen visuellen Ankerpunkt, der die Aufmerksamkeit auf den am weitesten entfernten Punkt der Hütte lenkt. Das angrenzende Badezimmer bietet trotz seiner begrenzten Grundfläche ausreichend Platz für ein Waschbecken, eine Toilette und eine große, bodengleiche Dusche. Für zusätzlichen Stauraum sorgen abgestufte Regale unter dem Waschbecken. „Auch wenn das Bad nicht besonders geräumig ist, ist es immer noch ein klar abgegrenzter, eigenständiger Raum, der kein bisschen an Camping erinnert“, sagt Cox.

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