DAX +2,24 % 26.202,35 Pkt 18:00:00 MDAX +1,81 % 32.559,91 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,94 % 6.486,70 Pkt 18:00:00 Dow Jones +3,05 % 54.085,88 Pkt 22:42:17 S&P 500 +3,30 % 7.736,52 Pkt 22:42:18 Nasdaq +4,77 % 26.584,99 Pkt 23:15:59 Nikkei +2,98 % 65.861,00 Pkt 04:35:03 Gold +3,84 % 4.188,70 USD 05:27:03 Silber +5,90 % 61,07 USD 05:27:03 Brent -6,48 % 78,34 USD 05:23:56 WTI -7,16 % 74,59 USD 05:26:59 Bitcoin +0,05 % 64.083,94 USD 05:37:02 EUR/USD +0,28 % 1,15390 USD 05:36:57 EUR/GBP +0,04 % 0,85730 GBP 05:37:05 EUR/CHF -0,09 % 0,93170 CHF 05:37:05 EUR/JPY +0,22 % 181,673 JPY 05:37:06

Dieser Faktor könnte Krebs bei Jungen antreiben

Gesundheit

Krebs galt lange als typische Erkrankung des höheren Alters. Doch seit Jahren beobachten Experten einen besorgniserregenden Trend: Immer mehr Menschen erkranken bereits vor ihrem 55. Geburtstag an Tumoren – etwa im Darm, der Gebärmutter oder der Lunge. Eine nun im renommierten Fachjournal "Nature Medicine" veröffentlichte Studie aus den USA liefert einen möglichen Erklärungsansatz. Demnach könnte der Körper jüngerer Generationen biologisch schneller altern – und genau das könnte das Risiko für bestimmte Krebsarten erhöhen. Jüngere Generationen altern offenbar schneller Für die Untersuchung werteten Forscher der Washington University School of Medicine die Gesundheitsdaten von mehr als 154.000 Erwachsenen aus der britischen UK Biobank sowie von über 10.000 Teilnehmern des US-Forschungsprogramms "All of Us" aus. Im Fokus stand dabei nicht das tatsächliche Lebensalter, sondern das sogenannte biologische Alter. Es wird anhand verschiedener Gesundheitswerte wie Blutparametern, Blutdruck oder Lungenfunktion berechnet und zeigt, wie stark der Körper tatsächlich gealtert ist. Weicht dieses biologische Alter vom tatsächlichen Alter ab, sprechen Wissenschaftler von einer "Alterslücke". Die Analyse zeigt einen klaren Generationeneffekt: Menschen der Generation X (Geburtsjahrgänge 1965 bis 1974) waren biologisch bereits etwas älter als die Babyboomer. Noch deutlicher fiel der Unterschied bei den zwischen 1990 und 1999 Geborenen aus. Millennials und Angehörige der Generation Z wiesen im Durchschnitt die stärksten Anzeichen einer beschleunigten biologischen Alterung auf. Höheres Krebsrisiko durch größere Alterslücke Besonders auffällig: Je größer die Alterslücke ausfiel, desto höher war das Risiko für bestimmte Krebsarten. Laut den Forschern steigt das Risiko für sogenannte frühe solide Tumoren bei jüngeren Generationen um rund acht Prozent. Besonders deutlich zeigte sich der Zusammenhang bei Lungenkrebs, Tumoren des Magen-Darm-Trakts und Gebärmutterkrebs. Menschen mit der stärksten biologischen Alterung hatten sogar ein um 15 Prozent höheres Risiko für eine frühe Krebserkrankung als jene mit der geringsten biologischen Alterung. Dieser Zusammenhang blieb auch dann bestehen, wenn genetische Risikofaktoren berücksichtigt wurden. Immunsystem und Fettgewebe im Verdacht Die Forscher fanden außerdem Hinweise darauf, dass unterschiedliche Organe verschieden schnell altern. Ein biologisch stärker gealtertes Immunsystem stand mit einem höheren Risiko für frühen Lungenkrebs in Verbindung. Rascher alterndes Fettgewebe wiederum war mit einem erhöhten Darmkrebsrisiko assoziiert. Als mögliche Ursachen nennen die Wissenschaftler chronische Entzündungen, Veränderungen des Stoffwechsels und Alterungsprozesse im Immunsystem. Bewiesen sind diese Zusammenhänge allerdings noch nicht. Die Bilder des Tages Experten mahnen zur Vorsicht Für David Scott von der internationalen Forschungsinitiative Cancer Grand Challenges zeigt die Studie, dass Krebs möglicherweise nicht nur durch Veränderungen einzelner Zellen entsteht, sondern auch durch Alterungsprozesse des gesamten Körpers. Die Autoren betonen jedoch ausdrücklich: Die Untersuchung weist lediglich einen statistischen Zusammenhang nach, nicht aber einen direkten Ursache-Wirkungs-Beweis. Auch unabhängige Experten sprechen von einem wichtigen Forschungsfortschritt, warnen jedoch vor voreiligen Schlüssen. Langfristig könnten biologische Alterungsmarker helfen, Menschen mit erhöhtem Krebsrisiko früher zu erkennen. Bis dahin sind allerdings weitere Studien nötig, um die Ergebnisse zu bestätigen und die genauen Mechanismen zu verstehen.

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