DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,21 % 64.447,15 USD 07:18:55 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

„Dieser Krieg endet bald“

Welt

Startseite Politik Ukraine-Krieg dreht sich gegen Putin – Kommandeur gibt brisante Prognose ab Von: Franziska Schwarz Uns auf Google folgen Wende in Sicht? Ein ukrainischer Kommandeur erwartet laut einem Zeitungsbericht das baldige Einfrieren der Front. Putins Rückhalt bröckelt. „Dieser Krieg endet bald. Früher, als viele Menschen erwarten“: Mit dieser Prognose äußert sich der ukrainische Oberstleutnant Vadym Krykun in einem aktuellen Interview mit der Tageszeitung WELT. Krykun, der die Lubart-Brigade im Donbass kommandiert, ordnet diese zeitliche Einschätzung jedoch strategisch ein: Er rechnet damit, dass der Konflikt in vielleicht einem weiteren Jahr entlang einer noch unbestimmten Linie „einfrieren“ wird. Als dauerhafte Sicherheitsgarantie für die Zukunft sieht der Kommandeur laut WELT nicht europäische Truppen, sondern ausschließlich eine starke ukrainische Armee, eine funktionierende Regierung und eine widerstandsfähige Wirtschaft. Ukraine-Krieg aktuell: Veränderte strategische Lage Auch das Wall Street Journal (WSJ) analysierte jüngst, dass sich der Kriegsverlauf zunehmend zuungunsten des russischen Präsidenten Wladimir Putin entwickelt. Dem WSJ zufolge macht die russische Invasionsarmee an der Front nur noch minimale Geländegewinne, während die Verluste die Zahl der Neurekrutierungen übersteigen. Die ukrainische Armee nutze zudem mit einer neuen Drohnenkampagne gezielt russische Schwachstellen aus. Der technologische Fortschritt der Ukraine ist dafür entscheidend. Der britische Telegraph analysiert, wie ukrainische Langstreckendrohnen das russische Hinterland verwundbar gemacht haben. Laut dem Telegraph drangen Drohnen zuletzt bis in das 2414 Kilometer entfernte sibirische Omsk vor und brachten den Betrieb der größten russischen Ölraffinerie zum Erliegen. Diese Reichweite zwingt Moskau, seine ohnehin begrenzten Luftabwehrsysteme über ein riesiges Gebiet zu verteilen, was erhebliche Lücken im Schutz kritischer Infrastruktur offenbart. Der Ukraine-Krieg und seine Auswirkung auf die Zivilgesellschaft in Russland Die Folgen dieser Angriffe im russischen Hinterland treffen auch die Zivilgesellschaft. Der italienische Corriere della Sera schildert, dass die Bevölkerung chronischen Treibstoffmangel, Stromausfälle und steigende Lebensmittelpreise direkt spürt. In der Folge sei Putins Beliebtheit auf den niedrigsten Stand seit vier Jahren gesunken. Trotz dieses internen Drucks weigere sich Putin laut dem Corriere, einen Kompromiss entlang der aktuellen Frontlinien zu akzeptieren, und bereite stattdessen neue Offensiven vor. Der Artikel verweist auf Geheimdienstberichte, wonach Putin sogar einen begrenzten Angriff auf einen baltischen NATO-Stützpunkt erwägen könnte, um die Bündnisverteidigung nach Artikel 5 zu testen. Ukraine-Krieg aktuell: Operative Lage an der Front Das Institute for the Study of War (ISW) fasst die aktuelle operative Lage in seinem Bericht vom 13. Juli zusammen. Demnach intensiviert die Ukraine ihre Angriffe, um die besetzte Halbinsel Krim zu isolieren und russische Nachschublinien abzuschneiden. So traf der ukrainische Geheimdienst SBU in der Nacht zum 13. Juli in einer koordinierten Aktion zeitgleich Patrouillenboote, Radarstationen, Fähren und Öltanks auf der Krim und in der russischen Region Krasnodar. Parallel verzeichnen die ukrainischen Truppen am Boden Erfolge: Durch Gegenangriffe in Richtung Oleksandrivka wurden laut dem ISW zuletzt sechs Siedlungen und 120 Quadratkilometer Territorium befreit und den russischen Verbänden schwere Verluste zugefügt. Die Angriffe auf russische Ölraffinerien zeigen dem ISW zufolge konkrete Wirkung: Der resultierende Treibstoffmangel behindert in Russland die Landwirtschaft und verzögert humanitäre sowie militärische Hilfslieferungen an die Front. Gleichzeitig warnt das Institut vor Sicherheitsrisiken für europäische Staaten: Am 13. Juli explodierte eine abstürzende russische Drohne auf moldauischem Staatsgebiet – ein Indiz dafür, dass Russland bei Luftangriffen die Verletzung des Luftraums von Nachbarländern billigend in Kauf nimmt. (Quellen: WELT, Wall Street Journal, Corriere della Sera, The Telegraph, ISW) (frs)

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