DAX +1,15 % 25.704,02 Pkt 18:00:00 MDAX +0,45 % 30.425,40 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,05 % 6.167,81 Pkt 18:00:00 Dow Jones +0,22 % 52.475,10 Pkt 21:00:00 S&P 500 +0,88 % 7.743,98 Pkt 21:00:00 Nasdaq +1,45 % 26.549,85 Pkt 22:15:59 Nikkei +0,28 % 64.131,28 Pkt 03:35:03 Gold -0,64 % 4.048,40 USD 04:25:56 Silber -2,22 % 53,09 USD 04:26:01 Brent -3,21 % 110,23 USD 04:24:36 WTI +1,50 % 101,40 USD 04:25:49 Bitcoin -1,87 % 79.740,46 USD 04:35:52 EUR/USD +0,21 % 1,11530 USD 04:35:42 EUR/GBP +0,06 % 0,83660 GBP 04:36:02 EUR/CHF +0,10 % 0,92320 CHF 04:36:02 EUR/JPY +0,04 % 175,866 JPY 04:36:01

Dieses Dresdner Event setzt neue Maßstäbe im Bereich KI

Technologie

Du bist auf den großen Messen und Bühnen in ganz Deutschland unterwegs, stehst in der kommenden Woche aber auf der Brains-on-Silicon-Bühne. Welchen Stellenwert hat der Standort Dresden, wenn es um das Thema KI-Transformation geht?

Elisabeth: Dresden ist für mich neben München der wichtigste Standort für die Hardwareseite der KI, nämlich Halbleiter und die Forschung an der TU Dresden. Ich denke, dass – auch im Hinblick auf die Datencenter, die im Osten Deutschlands entstehen – die Gegend großes Potenzial für KI hat.

Deine Keynote findet am zweiten Tag statt. Kannst Du uns schon einen ersten Teaser geben?

Elisabeth: Letztlich ist der Ausblick der spannendste Aspekt an KI. Niemand hat eine Glaskugel und kann seriös Vorhersagen machen, allerdings kann man Szenarien aufmalen in welche Richtungen es gehen kann – und das werde ich machen.

Welche Erwartungen hast Du selbst an die Brains on Silicon?

Elisabeth: Ich freue mich von interessanten Speakern und Industrie-Veteranen etwas dazuzulernen und ein bisschen neue Impulse zu bekommen, jenseits der bereits bekannten Konferenzen.

Silicon Saxony ist Europas größtes Mikroelektronik-Cluster. Was können andere Tech-Cluster von der Region Sachsen und Dresden lernen?

Elisabeth: Dass es trotz schwieriger Voraussetzungen möglich ist, solche Cluster zu bauen. Es ist am Ende vor allem eine Frage der Investitionen. Auch das Silicon Valley ist nicht organisch so gewachsen. Die U.S. Regierung hat insbesondere im Defense Bereich stark investiert bevor sich die Unternehmen angesiedelt haben.

Die TU Dresden und lokale Forschungsinstitute bringen exzellente Köpfe hervor. Was muss aus Deiner Sicht passieren, damit diese Talente und KI-Start-ups in der Region bleiben?

Elisabeth: Es muss für junge Menschen ein attraktiver Ort zum Leben sein, das heißt günstige Mieten, kulturelle Angebote, interessante Jobs. In Berlin waren das die Zutaten für den Erfolg.

Warum lohnt es sich für Unternehmen, jetzt ins KI-Thema einzusteigen und nicht abzuwarten, bis sich die besten Tools auf dem Markt durchsetzen?

Elisabeth: Jede Transformation dauert lange. Ich gehe davon aus, dass die KI-Transformation eine Generation brauchen wird, daher ist bereits gestern anzufangen sehr ratsam. Die Neumodellierung von Prozessen und Integration neuer Tech-Stacks sind langwierige Prozesse, aber insbesondere der kulturelle Wandel zu einer AI-First-Organisation ist sehr aufwendig.

Gibt es eine typische Denkfalle, in die Unternehmen tappen, wenn sie ihre ersten KI-Projekte starten?

Elisabeth: Das größte Problem ist Projekte oder POCs [Proof of Concept] zu skalieren. Das scheitert typischerweise an den Datengrundlagen, bestehenden Legacy-Systemen und auch an der mangelnden Notwendigkeit. Es ist wesentlich sinnvoller, einzelne Use-Cases diszipliniert auf das ganze Unternehmen auszurollen, als lauter kleine Use Cases scheitern zu lassen.

Welcher Mythos rund um das Thema KI nervt Dich in aktuellen Debatten am meisten?

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