Dieses günstige Olivenöl glänzt mit Bestnote „sehr gut“
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Test-Überraschung: Dieses günstige Olivenöl glänzt mit Bestnote „sehr gut“
Von: Eliran Kendi
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Ein günstiges Olivenöl von einem Discounter holt bei Öko-Test die Bestnote „sehr gut“. Das teuerste Öl im Test kostet dreimal so viel – und landet nur bei „befriedigend“.
Öko-Test hat 30 Olivenöle der Güteklasse „nativ extra“ geprüft.
Testbericht: Nur zwei Bio-Öle holen die Gesamtnote „sehr gut“, sieben Öle fallen mit Geschmacksfehlern auf.
Hinweis: Die angegebenen Preise wurden am 6. Oktober 2026 ermittelt.
Olivenöl ist nach den starken Preisanstiegen im Zuge des Ukraine-Krieges inzwischen wieder günstiger geworden, kostet aber noch immer mehr als vor 2022. Umso wichtiger ist die Frage: Muss gutes Öl teuer sein? Öko-Test hat 30 Olivenöle der Güteklasse „nativ extra“ geprüft. Ein günstiges Bio-Öl von Aldi teilt sich den Testsieg. Auch die günstige Handelsmarke K-Classic-Öl von Kaufland kann die Test-Experten überzeugen.
Öko-Test: Sieben Öle verfehlen die versprochene Güteklasse
Nur zwei der 30 Öle erhalten insgesamt die Note „sehr gut“. Bei sieben Produkten stellten die Verkoster dagegen Geschmacksfehler fest. Nach Auffassung von Öko-Test hätten diese Öle nicht als „nativ extra“, sondern nur als „nativ“ verkauft werden dürfen. Sechs der sieben tragen ein Bio-Siegel.
Auch im Labor gab es Beanstandungen: Spuren gesättigter Mineralölkohlenwasserstoffe fanden sich in allen 30 Ölen. In vielen Proben wiesen die Labore mehrere Pestizidrückstände nach, vereinzelt auch in Bio-Ölen. Öko-Test bezeichnet die gemessenen Mengen nicht als akut gefährlich, sieht die Mehrfachbelastung aber kritisch. In fünf Bio-Ölen bemängelte das Magazin zudem den Weichmacher Dibutylphthalat (DBP).
Aldi und Byodo im Vergleich: Gleicher Spitzengeschmack, andere Gesamtnote
Das Bio-Olivenöl von Aldi teilt sich mit einem weiteren Produkt den Testsieg. Es erhält insgesamt „sehr gut“ und gehört zugleich zu den drei Ölen, die auch bei der Verkostung diese Note erreichen. Der Liter kostet nach dem angegebenen Filialpreis 9,27 Euro.
Geschmacklich ebenso gut schneidet das Olivenöl von Byodo ab. Insgesamt reicht es für das mit 27,98 Euro pro Liter teuerste Öl im Test jedoch nur zu „befriedigend“. Öko-Test fand darin erhöhte Gehalte an MOAH. Das sind aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe, zu denen auch gesundheitlich bedenkliche Verbindungen gehören können. Wegen des Befunds wertete das Magazin das Öl um zwei Noten ab. Erhöhte MOAH-Gehalte stellte Öko-Test insgesamt in vier Ölen fest.
Bio Natives Olivenöl extra von Aldi (750 ml) – Gesamtnote: „sehr gut“ – Preis pro Liter: 9,27 Euro (Filialpreis)
Byodo Olivenöl nativ extra aus Italien (500 ml) – Gesamtnote: „befriedigend“ – Preis pro Liter: 27,98 Euro (UVP)
Test 2026: Günstiges Kaufland-Öl erhält „gut“
Kein konventionelles Olivenöl ohne Bio-Siegel schafft im Test ein „sehr gut“. Zwei Produkte dieser Gruppe erhalten immerhin die Note „gut“. Dazu gehört das K-Classic Natives Olivenöl extra von Kaufland für 7,99 Euro pro Liter. Auch das Bio-Olivenöl der Kaufland-Handelsmarke schneidet insgesamt „gut“ ab.
Welches Produkt sich den Testsieg mit Aldi teilt und wie alle 30 Öle abschneiden, zeigt der vollständige Testbericht von Öko-Test (Heft 05/2026, kostenpflichtig).
So hat Öko-Test die Olivenöle getestet
Öko-Test kaufte die 30 Olivenöle im Januar und Februar 2026 ein. Die Auswahl reicht von Eigenmarken der Discounter, Drogerien, Super- und Biomärkte bis zu bekannten Marken. Insgesamt 18 Öle tragen ein Bio-Siegel. Hochpreisige Premium-Öle ließ das Magazin außen vor. Darauf achteten die Prüfer:
Geschmack und Geruch: Mindestens acht anerkannte Verkoster bewerteten Geschmack, mögliche Fehlnoten und den Gesamteindruck. Zwei weitere Panels prüften Öle mit Fehlnoten.
Schadstoffe: Labore suchten nach Mineralölbestandteilen, Pestiziden und Weichmachern. Der Test auf PAK verlief unauffällig.
Qualität und Herkunft: Öko-Test prüfte, ob die Öle die Vorgaben für „nativ extra“ erfüllen und ob konkrete Herkunftsangaben plausibel sind.
Verpackung und Etikett: Untersucht wurden Deckel, Siegelfolien sowie Gesundheits- und Umweltaussagen. Gesundheitsversprechen und Nutri-Scores waren korrekt.
So entstand die Gesamtnote: Das Gesamturteil beruht auf den Ergebnissen für Sensorik und Inhaltsstoffe und kann nicht besser sein als das schlechtere davon. Ein Geschmacksfehler, der zur Abstufung auf „nativ“ führt, kostet vier Noten, erhöhte MOAH-Werte kosten zwei. Mängel bei Verpackung oder Umweltaussagen können das Urteil um bis zu zwei weitere Noten verschlechtern.