Dieter Thomas Kuhn beendet Karriere und erwartet „große Leere“
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Schlager-Ikone beendet Karriere – und das endgültig: „Vermutlich wird erst mal große Leere kommen“
Von: Armin T. Linder
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Eine echte Schlager-Ikone beendet eine schillernde Karriere: Mit drei großen Abschiedskonzerten soll 2027 dann Schluss sein – endgültig.
Stuttgart – Dieter Thomas Kuhn (61) hat sich schon immer als der etwas andere Schlager-Star positioniert, als „singende Föhnwelle“ – und dafür lieben ihn viele Fans. Doch jetzt zieht „DTK“ einen Schlussstrich unter eine schillernde Karriere. Die drei Konzerte im Sommer 2027 sollen seine letzten sein: Am 24. Juli 2027 spielt er mit seiner Band in der Stuttgarter MHP-Arena, am 6. und 7. August zum letzten Mal in der Berliner Waldbühne.
Es ist nicht der erste Abschied. Genau genommen ist es auch nicht der zweite, sondern der dritte und diesmal laut Kuhn auch der endgültige. „Es fühlt sich noch nicht wie ein Abschied an“, sagt die Schlager-Ikone. „Aber jetzt ist das alles sehr gut überlegt.“ Ein bloßer Abschied auf Zeit sei nicht geplant.
Kult-Schlager-Star Dieter Thomas Kuhn beendet Karriere nach 35 Jahren
Dreieinhalb Jahrzehnte ist Kuhn im Geschäft – weit länger, als er es ursprünglich geplant hatte. „Als es 1992 losging, habe ich immer gesagt: Das geht ein paar Monate, dann ist Schluss und ich muss wieder etwas anderes machen“, so Kuhn. Doch der völlig überzeichnete Schlager-Sänger wurde zum Kult. „Ich glaube, dass die Figur mit ihren ganzen Facetten von Anfang an das Erkennungsmerkmal war: die Föhnwelle, das Brusthaartoupet und die entsprechend auftretende Band.“
Die Begeisterung für Dieter Thomas Kuhn, sie trägt sich von 1992 bis heute. „Ich finde es ein schönes Phänomen, dass unser Publikum die Musik von einer Generation an die nächste weitergibt“, sagt Kuhn. „Nach 35 Jahren bin ich immer noch überrascht, wenn junge Leute vor der Bühne stehen.“
Auslöser für den Abschied ist vor allem die schwere Erkrankung des Gitarristen Philipp Feldtkeller. In den vergangenen Jahren machte seine gesundheitliche Situation viele Auftritte unmöglich. Einen Ersatz möchte Kuhn nicht suchen. „Ich finde es konsequent, wenn wir sagen: Wir machen das zusammen – oder wir machen es gar nicht. Das war immer unser Credo.“
Seine Fans hätten sich gewünscht, dass Kuhn noch viele Jahre weitermacht. Das wird aus den Kommentaren bei Facebook klar. Und der eine oder andere äußert sich auch enttäuscht, dass sich die Abschiedsauftritte auf nur zwei Städte erstrecken. „Sehr schade, dass es nur drei Konzerte gibt. Hätten dich gern in Hannover verabschiedet“, lautet ein Kommentar, andere bringen weitere Städte und Regionen ins Spiel, in denen sie sich noch Abschiedskonzerte erhofft hätten.
Bei einigen mischt sich Enttäuschung über das Karriere-Aus mit Vorfreude auf eine große Sause. „Oooh nein. Nicht Dein Ernst, Dieter? Einmal noch sehn, egal wie“ und „Ich komm aus dem Ruhrpott egal wohin“, schreiben sie. Der Vorverkauf für die Konzerte startet am 16. September – einen Tag später kommt ein Film über „DTK“ in die Kinos: Mehr als 180 Stunden Archivmaterial sichtete Regisseurin Juliane Sauter für „Und es war Sommer“. Außerdem begleitete sie die Band über Monate und auf ihrer Tour 2024. Der Film beginnt mit einem Konzert in Konstanz und führt zurück in die Anfangsjahre.
Dieter Thomas Kuhn erwartet die große Leere nach seinem Abschiedskonzert