Digitalbank: Hacker verlangen von Revolut drei Millionen Dollar Lösegeld
Frankfurt/Rom. Die britische Digitalbank Revolut sieht sich nach dem Diebstahl von Kundendaten mit einer Lösegeldforderung konfrontiert. Eine Gruppe namens Iamnotavillain (zu deutsch: „Ich bin kein Schurke“), die nach eigenen Angaben hinter dem Datenklau steckt, verlangt auf einer Internetseite die Zahlung von drei Millionen Dollar in der Kryptowährung Monero. „Sonst werden alle Daten verkauft“, heißt es auf der Website, die das Handelsblatt einsehen konnte.
Darauf sind auch mehrere Personalausweise und Fotos zu sehen, die die Hacker mutmaßlich von Revolut erbeutet haben. „Wir haben alles, inklusive Dokumente zur Identifizierung (KYC), Adressen, Fotos, Telefonnummern, E-Mail-Adressen, Bankverbindungen sowie Daten zu Transaktionen mit Fiat- und Kryptowährungen“, heißt es auf der Website. Unabhängig überprüfen lässt sich das nicht.
Laut einem Bericht der „Financial Times“ hatte Iamnotavillain Revolut am Mittwochnachmittag eine Frist von 24 Stunden für die Zahlung des Lösegelds gesetzt. Dass Kriminelle solche Forderungen öffentlich stellen, sei ungewöhnlich, schreibt die britische Wirtschaftszeitung, die nach eigenen Angaben Kontakt zu den Hackern aufgenommen hat. Normalerweise würden sich Hacker mit Lösegeldforderungen zunächst direkt an das betroffene Unternehmen wenden.