DAX -0,35 % 26.299,74 Pkt 18:00:00 MDAX +0,12 % 32.264,86 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,18 % 6.545,47 Pkt 18:00:00 Dow Jones +0,09 % 53.839,99 Pkt 22:39:34 S&P 500 +0,92 % 7.798,99 Pkt 22:35:03 Nasdaq +1,35 % 26.803,03 Pkt 23:15:59 Nikkei +0,74 % 68.814,82 Pkt 03:59:30 Gold -0,83 % 4.372,20 USD 04:04:34 Silber -2,39 % 63,99 USD 04:04:31 Brent -2,70 % 86,58 USD 04:03:56 WTI -2,94 % 80,82 USD 04:04:28 Bitcoin +0,08 % 63.467,04 USD 04:14:33 EUR/USD +0,08 % 1,15390 USD 04:14:24 EUR/GBP +0,14 % 0,85510 GBP 04:14:35 EUR/CHF +0,16 % 0,93890 CHF 04:14:35 EUR/JPY +0,13 % 183,916 JPY 04:14:36

Digitale Kaperbriefe: US-Regierung erlaubt Unternehmen offensive Cyberangriffe

Welt

close notice This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication. . US-Präsident Donald Trump will es privatwirtschaftlichen Unternehmen erstmals erlauben, staatlich sanktionierte Cyberangriffe im Ausland durchzuführen. Das hat er zusammen mit weiten Teilen seiner Regierung in einem Memorandum öffentlich gemacht. Darin heißt es, dass die US-Behörde NCC (National Coordination Center) ein Programm einführen soll, in dessen Rahmen teilnehmende Unternehmen Cyberüberwachungs- und offensive Operationen gegen ausländische, cybergestützte transnationale kriminelle Organisationen ausführen sollen. Dafür sollen sie Informationen von den relevanten Behörden erhalten. Gleichzeitig soll die US-Regierung die Operationen freigeben und jederzeit kontrollieren. Weiterlesen nach der Anzeige Die Leistungsfähigkeit der US-Wirtschaft nutzen In dem Memorandum des Weißen Hauses wird der Schritt zum einen mit der großen Gefahr begründet, die von transnationalen kriminellen Organisationen für Menschen und Firmen in den USA sowie die nationale Sicherheit ausgeht. Zum anderen sei die amerikanische Privatwirtschaft „die innovativste und technologisch fortschrittlichste der Welt“. Ihre Größe, Geschwindigkeit und Leistungsfähigkeit sichere den USA einen entscheidenden offensiven Cybervorteil. Bislang seien die innovativen Fähigkeiten der US-Privatwirtschaft im Kampf gegen kriminelle Netzwerke im Cyberspace nicht ausreichend genutzt worden. Das wolle man nun ändern. Der Schritt kommt laut Bloomberg nicht überraschend, trotzdem ist er äußerst kontrovers. Gegenüber dem Finanznachrichtendienst fühlt sich ein Experte an die sogenannten Kaperbriefe erinnert. Damit wurde privaten Seefahrern erlaubt, Schiffe von feindlichen Nationen zu kapern. Im Cyberkrieg setzen schon jetzt Staaten wie China, Russland oder der Iran auf nicht staatliche Akteure, über die mindestens ein gewisser Einfluss ausgeübt wird – auch wenn deren tagtäglichen Aktivitäten nicht kontrolliert werden. In den USA müssen Unternehmen für eine Teilnahme an dem Programm künftig mindestens eine Million US-Dollar auf einem Treuhandkonto hinterlegen. Das Geld wird gepfändet, wenn sie sich nicht an die vertraglichen Bedingungen halten.

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