DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin -0,05 % 64.280,71 USD 08:19:27 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Dior-Foto im Iran: "Mein Vater auf seinem Hochzeitsfoto, 1989"

Unterhaltung

Ein schlichter grauer Anzug, der leblos am Körper herabhängt. Eine Tasche in der Hand oder über der Schulter. Ein Bart, länger als Stoppeln, aber noch kein richtiger Vollbart. Unauffälliges Haar, ein kariertes Hemd, das mit dem Anzug keinerlei Verbindung eingeht, dazu braune Schuhe, die ebenfalls nicht passen. Das ist zum einen die Ästhetik der Religionslehrer an iranischen Jungenschulen in den Neunzigerjahren – jener Lehrer, die nicht nur unter den Schülern, sondern selbst im Kollegium verhasst waren. Sie waren die unmittelbarsten ideologischen Vertreter des herrschenden Systems unter der nächsten Generation der Kinder Allahs, zuständig für die direkte Bearbeitung ihrer Köpfe. Geht man jedoch noch einmal ein Jahrzehnt zurück, war dieses Erscheinungsbild keineswegs den zivilen Stellvertretern der herrschenden Geistlichkeit vorbehalten. In den Achtzigerjahren besaß ein großer Teil der Männer aus der iranischen Mittel- und Unterschicht einen solchen Anzug.

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