DAX +0,99 % 25.711,38 Pkt 13:56:43 MDAX +0,03 % 32.253,89 Pkt 13:56:43 Euro Stoxx 50 +0,72 % 6.390,34 Pkt 13:56:30 Dow Jones -1,02 % 52.208,06 Pkt 22:56:30 S&P 500 +0,12 % 7.437,63 Pkt 22:44:35 Nasdaq +0,99 % 25.122,18 Pkt 23:15:59 Nikkei +4,03 % 64.362,02 Pkt 08:45:03 Gold +0,24 % 4.109,90 USD 14:01:42 Silber -1,33 % 58,04 USD 14:01:43 Brent +1,36 % 90,24 USD 13:54:26 WTI +1,85 % 85,14 USD 14:01:43 Bitcoin -1,62 % 63.678,22 USD 14:11:38 EUR/USD +0,18 % 1,14880 USD 14:11:20 EUR/GBP -0,23 % 0,85580 GBP 14:11:43 EUR/CHF -0,26 % 0,93030 CHF 14:11:42 EUR/JPY -1,74 % 184,000 JPY 14:11:43

Disc-Aus 2028: Sony reagiert erstmals auf Kritik - Kurskorrektur denkbar?

Technologie

Vor rund einem Monat gab Sony bekannt, neue Spiele ab Januar 2028 nicht mehr auf Disc zu produzieren. Seitdem reißt die Debatte im Netz nicht ab. In einer Fragerunde nach der Vorlage der aktuellen Quartalszahlen hat Finanzchefin Lin Tao das Thema aufgegriffen und deutlich gemacht: An der Entscheidung möchte das Unternehmen nichts ändern. Sony verteidigt den Umstieg auf rein digitale Spiele Laut Tao habe Sony den Schritt lange vorbereitet und die Ankündigung bewusst anderthalb Jahre im Voraus gemacht. Als wichtigsten Grund nannte sie den allgemeinen Trend zur Digitalisierung. „Es gibt verschiedene Gründe für diese Entscheidung“, so die Finanzchefin. „Der wichtigste ist jedoch die fortschreitende Digitalisierung von Inhalten insgesamt. Das ist der entscheidende Faktor. Nicht nur bei PlayStation, sondern bei allen Arten von Inhalten schreitet die Digitalisierung voran.“ Man habe viel Zeit und Überlegung in die Entscheidung gesteckt, so Tao weiter: „Wir haben viel nachgedacht und uns viel Zeit genommen, wir haben das mit Bedacht abgewogen, sind zu diesem Schluss gekommen und werden das behutsam vorantreiben.“ Ein Rückzieher scheint damit keine Option zu sein. Das legte auch die längst eingeleitete Produktionsumstellung in Sonys Disc-Werk in Thalgau nahe. Die Reaktionen der Community sind bei Sony offenbar angekommen: „Zu dieser Entscheidung haben wir verschiedene Meinungen erhalten. Und die Menschen haben dazu klare Standpunkte.“ Spiele seien für viele Leute mit schönen Erinnerungen verbunden. „Daher haben wir Verständnis für diese Emotionen“, so Tao weiter. Sony Interactive Entertainment möchte das berücksichtigen und geht der Frage nach, wie man die Spieler im zukünftigen digitalen Ökosystem einbinden könne. Es sei ein Thema, das „wir weiterhin untersuchen möchten“. Zahlen sprechen für Digital – Analysten sehen keinen Kurswechsel Der Umstieg hat für Sony vor allem wirtschaftliche Gründe. Laut Marktforscher Mat Piscatella von Circana wurden in den USA in diesem Jahr von nur sieben PlayStation-Spielen mehr als 100.000 physische Einheiten verkauft. Der Analyst Piers Harding-Rolls von Ampere verwies zuletzt auf die langfristige Entwicklung: 2013 zum Start der PS4 seien nur 13 Prozent der verkauften Vollpreisspiele digital gewesen, 2025 liege der Anteil bei fast 80 Prozent. Und die Margenvergleiche fallen zugunsten des digitalen Vertriebs aus: Bei einem physischen Erstanbieter-Spiel behält Sony rund 65 Prozent des Verkaufspreises, etwa 30 Prozent gehen an den Handel, rund 5 Prozent an die Produktion. Über den PlayStation Store dagegen bleiben bei eigenen Spielen 100 Prozent im Haus, bei Drittanbieter-Titeln immerhin 30 Prozent. In Zeiten explodierender Herstellungs- und Entwicklungskosten ist die Umstellung nicht zwangsläufig mit „Gier“ gleichzusetzen. Denn über den Verkauf von Spielen subventionieren Konsolenhersteller oftmals die Hardware, vor allem zum Launch. Hinzu kommen die explodierenden Kosten bei mittleren und großen Videospielen – bei einer gleichzeitigen Konzentration vieler Spieler in langjährigen Service-Games wie „Fortnite“. Das heißt, der digitale Wandel kann auch dazu beitragen, dass die Spielepreise stabil bleiben und vor dem PS6-Kauf kein Gang zum örtlichen Kreditinstitut notwendig ist. Ausweichmöglichkeiten gibt es kaum: Auch beim PC zeigt die Preiskurve steil nach oben. Mehr zum Thema auf PLAY3.DE: Doch könnte die Anti-Disc-Ankündigung am Ende schaden? Immerhin wurde zur Kündigung von PlayStation-Plus-Abos und dergleichen aufgerufen. Dr. Serkan Toto, CEO des japanischen Beratungsunternehmens Kantan Games, sieht das nüchterner.

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren