Discounter ist insolvent - 50 Filialen in Deutschland schließen für immer
ruhr24 Service Supermärkte & Discounter Discounter ist insolvent – 50 Filialen in Deutschland schließen für immer Von: Florian Forth Uns auf Google folgen Erst kürzlich feierte der Discounter 30-jähriges Bestehen – dann folgte die Pleite. Rund 50 Filialen in ganz Deutschland sollen jetzt schließen. Halle (Saale) – Regale voller Putzmittel, Tierfutter und Schreibwaren zu Dumpingpreisen – „Mäc-Geiz“ gehört seit Jahrzehnten zum Straßenbild vieler deutscher Innenstädte. Jetzt trifft es den Haushaltsdiscounter aus Sachsen-Anhalt hart: Rund 50 Filialen müssen voraussichtlich schließen. 50 Filialen weg: Discounter „Mäc-Geiz“ schließt reihenweise Geschäfte Das Unternehmen mit Sitz in Landsberg bei Halle (Saale) hatte bereits im Mai Insolvenzantrag gestellt. Am Samstag (1. August) hat das Amtsgericht Halle nun ein Eigenverwaltungsverfahren eröffnet. Das bedeutet: Die Geschäftsführung bleibt im Amt, steht aber unter Aufsicht. Als Sachwalter wurde der Sanierungsexperte Lucas Flöther bestellt. Er überwacht das Verfahren im Auftrag der Gläubiger. Wie viele und welche Filialen konkret dichtmachen, ist noch offen. „Nach derzeitigem Stand geht das Unternehmen davon aus, dass rund 50 Filialen geschlossen werden müssen“, teilte „Mäc-Geiz“ laut der Nachrichtenagentur AFP am Montag (3. August) mit. Spätestens im Herbst 2026 sollen die Kunden wissen, ob das Geschäft in ihrer Nähe betroffen ist. Klicke hier und füge RUHR24 als deine bevorzugte Quelle bei Google Search 🔎 hinzu. Discounter „Mäc-Geiz“ hat bereits Mitarbeiter entlassen Die Sanierung hat bereits Folgen für die Belegschaft: Seit dem Insolvenzantrag hat sich „Mäc-Geiz“ von 66 Mitarbeitenden aus Vertrieb, Logistik und dem Dienstleistungszentrum getrennt. Bei der Tochter MTH Retail Services fielen fünf weitere Stellen weg. Aktuell beschäftigt das Unternehmen nach eigenen Angaben noch 1175 Mitarbeitende an rund 183 Standorten bundesweit. Immerhin: Nach dem Ende des Insolvenzgeldzeitraums zahlt „Mäc-Geiz“ Löhne und Gehälter wieder komplett selbst. Die Insolvenz von „Mäc-Geiz“ ist kein Einzelfall. Auch das Partnerunternehmen Kodi musste 50 Filialen schließen. Keine Supermarkt-News mehr verpassen: Alle Nachrichten zu Supermarkt und Discounter direkt aufs Smartphone – jetzt RUHR24 bei WhatsApp folgen! Vom Start-up zur Krise: Die Geschichte von „Mäc-Geiz" Die erste „Mäc-Geiz“-Filiale eröffnete 1994 in Halle (Saale) in Sachsen-Anhalt. Bis Ende 1996 gab es gerade einmal acht Läden. 1999 gründete sich die Mäc-Geiz Non Food Vertriebsgesellschaft, 2004 folgte der Umzug ins neue Logistikzentrum nach Landsberg. Die 100. Filiale eröffnete. Danach wuchs die Kette rasant: 2006 waren es schon 160 Standorte, 2014 zum 20. Jubiläum bereits 250. 2010 der erste Bruch: „Mäc-Geiz“ gab einen Großteil seiner Filialen ab, die österreichische MTH Handels-Holding übernahm Einkauf und Logistik. 2024 feierte die Kette noch ihr 30-jähriges Bestehen. Auf der Firmenwebsite wirbt „Mäc-Geiz“ aktuell noch mit rund 200 Filialen, über 1800 Mitarbeitenden und 30 Millionen Kunden pro Jahr – Zahlen, die zeigen, wie groß das Unternehmen einmal war. Was Kunden von „Mäc-Geiz“ jetzt wissen müssen Wer regelmäßig bei „Mäc-Geiz“ einkauft, muss sich vorerst keine Sorgen machen: Die Läden bleiben zunächst geöffnet. Erst im Herbst dürfte feststehen, welche Filialen konkret betroffen sind. mit AFP-Material/bearbeitet durch Florian Forth