DAX +0,54 % 25.600,41 Pkt 17:00:41 MDAX -0,43 % 32.256,64 Pkt 17:00:43 Euro Stoxx 50 +1,53 % 6.344,70 Pkt 17:00:30 Dow Jones -2,02 % 51.679,46 Pkt 17:15:42 S&P 500 -0,71 % 7.375,87 Pkt 17:15:37 Nasdaq +0,28 % 24.947,51 Pkt 17:15:41 Nikkei +0,71 % 61.867,43 Pkt 08:45:03 Gold +3,02 % 4.156,60 USD 17:05:38 Silber +1,20 % 58,56 USD 17:05:38 Brent -0,78 % 90,03 USD 17:03:34 WTI -0,06 % 84,41 USD 17:05:41 Bitcoin +1,18 % 64.660,95 USD 17:15:39 EUR/USD +1,09 % 1,15110 USD 17:15:24 EUR/GBP -0,02 % 0,85670 GBP 17:15:42 EUR/CHF -0,46 % 0,92870 CHF 17:15:43 EUR/JPY -1,68 % 183,428 JPY 17:15:42

DJI Osmo Pocket 4P im Test

Allgemein

Gimbal-Kameras wenden sich primär an Menschen, die mit kleinem Equipment unkompliziert Videos erstellen wollen. Der integrierte 3-Achsen-Stabilisierung sorgt für ruhige Aufnahmen, selbst im Gehen. DJI ist hier schon seit Längerem führend, seit Kurzem kommt Konkurrenz von Insta360 in Form der Luna Ultra, die ebenfalls auf zwei Objektive setzt (20 und 60 mm), bei Zeitlupenaufnahmen nicht ganz mithalten kann (4K/120p statt 4K/240p). Zwei Kameras Die neue Osmo Pocket 4P (ab ca. 600 Euro) ist das weiterentwickelte Schwestermodell der Osmo Pocket 4 (Straßenpreis ca. 490 Euro) und bringt neben einer 1-Zoll-Kamera mit 2/20-mm-Objektiv erstmals eine zweite Kamera mit. Diese nutzt einen etwas kleineren 1/1,28-Zoll-Sensor mit leichtem Teleobjektiv (1,8/60 mm). Videos können beide Kameras mit bis zu 4K aufnehmen (24p, 25p, 30p, 48p, 50p, 60p), bei 8fach-Zeitlupen gibt es leichte Unterschiede: Die 20-mm-Kamera schafft 4K/240p, die 60-mm-Kamera 4K/200p. Weiterentwickelt hat DJI auch die Motivverfolgung: Active Track 8 beherrscht das „Multi-Person Tracking“ und kann automatisch bis zu acht Personen im Bildausschnitt erkennen und zentrieren. Wenn während der Aufnahme jemand ins Bild tritt, passt die Gimbal-Kamera den Bildausschnitt dynamisch an, um diese Person einzubeziehen. Außerdem ist es möglich, bis zu drei Motive zu registrieren, auf die vorrangig fokussiert werden soll. Der Gimbal lässt sich mit einem Joystick manuell steuern. Es gibt aber auch zwei feste Tracks: Spinshot 90⁰ und 180⁰ schwenken den Objektivkopf bei der Aufnahme automatisch um den entsprechenden Winkel. Rekordverdächtiger Dynamikumfang mit D-Log2 Verbessert hat der Hersteller auch den Dynamikumfang beim Filmen. Im D-Log2-Modus mit 10 Bit Farbtiefe gibt DJI rekordverdächtige 17 Blendenstufen für die Weitwinkel-Hauptkamera an (Osmo Pocket 4: D-Log mit 14 Blendenstufen). Möglich macht dies unter anderem die LOFIC-Bauweise (Lateral Overflow Integration Capacitor) des 1-Zoll-Sensors, die schon aus dem Smartphone Xiaomi 17 Ultra und dem weitgehend baugleichen Leica Leitzphone bekannt ist. Die 60-mm-Kamera ist dagegen auf D-Log mit immer noch sehr guten 14 Blendenstufen beschränkt. Beide Log-Profile liefern gutes Ausgangsmaterial für nachträgliches Colorgrading und die Angleichung vom Bildmaterial aus verschiedenen Kameras. Alternativ stehen auch HDR (für die direkte Wiedergabe auf einem entsprechenden Display) und „Normal“ mit 10 Bit zur Verfügung. Im normalen Modus lassen sich bereits in der Kamera verschiedene Film-Looks auf das Video legen. 4K/50p konnten wir im Test mehrere Stunden lang aufnehmen. Bei 4K/240p brach die Aufnahme nach einer kappen halben Stunde wegen Überhitzung ab. Die maximale Aufnahmezeit mit Zeitraffer (4K25/2s) beträgt zehn Minuten die in 12 s wiedergegeben werden. Die Bildqualität ist in allen Modi hervorragend. Weitere Video- und Audio-Funktionen sind: manuelle Einstellungen (Weißabgleich, Verschlusszeit, ISO), ein 12x-Zoom per Sensorcrop, eine digitale Breathing Kompensation, Beauty-Effekte, Windgeräusche-Reduzierung, Stimmverstärkung und direktionales Audio (vorne, vorne und hinten, räumlich, Audio-Zoom). Natürlich beherrscht der Gimbal auch 4K-Zeitraffervideos (Timelpse, Hyperlapse, Motionlapse), wobei bei Bedarf auch die Einzelbilder als JPEGs oder Raws gespeichert werden. Schließlich lässt sich der Osmo auch als Webcam nutzen und es gibt es eine Live-Streaming-Funktion für YouTube oder per RTMP. Fotos mit bis zu 37 Megapixeln Auch für Fotografen bietet die Osmo Pocket 4P einige interessante Funktionen. Fotos (JPEG, Raw) nimmt sie im 16:9-Format mit 8 oder 33 Megapixeln auf, in der hohen Auflösung („SuperPhoto“) sind auch quadratische 37 Megapixel möglich. Der Panorama-Modus bietet zwei Optionen: 180⁰ mit 6,5 Megapixeln (4096 x 1590 Pixel) oder quadratisch mit 16 Megapixeln (4000 x 4016 Pixel). Letzteres simuliert eine Ultraweitwinkel-Fisheye-Aufnahme. Neben den beiden physikalischen Brennweiten stehen weitere Zoomstufen zur Verfügung, die per Sensor-Crop und in der längsten Brennweite (180 mm, 9-fach-Zoom) zusätzlich per Digitalzoom erzeugt werden. Die Bildqualität liegt – wie schon die Sensorgröße vermuten lässt – auf dem Niveau von Highend-Smartphones mit sehr guter Bildschärfe, geringem Rauschen, einem großem Dynamikumfang (vor allem bei der 20-mm-Kamera). Auch die per Crop-Zoom erzeugten Brennweiten oberhalb von 60 mm sind noch erstaunlich gut, obwohl hier nur noch ein Teil des Sensors genutzt wird. Bedienung auch per App Die Steuerung des Gimbals kann direkt am Gerät über den Touchscreen, einen Joystick, eine Aufnahmetaste und eine individualisierbare C(ustom)-Taste erfolgen. Einige Funktionen lassen sich auch per Gesten steuern, z. B Start und Stopp der Aufnahme. Am komfortabelsten und auch aus der Distanz erfolgt die Bedienung mit der Mimo-App für Android und iOS, mit der sich Fotos und Videos auch auf das Smartphone übertragen und bearbeiten lassen. In der Osmo Pocket 4P stehen 103 GB Speicher zur Verfügung, der Platz für 210 Minuten 4K/60p bietet, und sich mit micro-SD-Karten erweitern lässt. Neben dem reinen Gimbal bietet DJI auch Kombi-Lösungen mit Zubehör ab: Standard enthält eine kleinem magnetische LED-Aufhellleuchte, einen Griff, der auch als Mini-Stativ dient und eine Tasche. Die 90 Euro teurere Vlog-Kombi kommt zusätzlich mit dem Funk-Mikrofon „Mini 2“, der Fernbedienung „Frame Tap“ mit Mini-Display, Joystick und Auslöseteaste. Fazit Der Osmo Pocket 4P bietet einen unkomplizierten und trotzdem leistungsstarken Einstieg in die Videografie. Auch Fortgeschrittene kommen mit den 10-Bit-Log-Profilen auf ihre Kosten. Wer nebenbei Fotos machen will, bekommt auch hier eine sehr gute Bildqualität mit interessanten Panorama-Funktionen geboten. Unter dem Strich ist der Osmo Pocket 4P ein rundum gelungenes Imaging-Produkt.

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