DLSS 5 landet auf immer mehr Plattformen
Die geleakte DLSS-5-Technik überschreitet immer mehr ursprünglich erwartete Grenzen. Modder haben Nvidias Neural Rendering inzwischen auf RTX-20- und RTX-30-Grafikkarten zum Laufen gebracht. Gleichzeitig gelingt die Integration in Spiele, die selbst keinerlei native DLSS-Unterstützung besitzen. Damit fallen gleich zwei bisherige Hürden, nämlich die Hardwaregeneration und die ursprüngliche Spieleintegration.
FP16 soll DLSS 5 auf älteren RTX-GPUs ermöglichen
Eine wichtige Grundlage dafür ist der Wechsel vom ursprünglichen FP8- auf einen FP16-Rechenpfad. Gerade ältere Turing- und Ampere-GPUs sind für FP8 nicht in gleicher Weise ausgelegt wie neuere Blackwell-Architekturen. Wie drastisch sich das auswirken kann, zeigte ein früher Test mit einer RTX 3080 in Deep Rock Galactic. Die Bildrate sank dort von rund 138 auf lediglich 4 Fps.
Die Community versucht, dieses Problem jetzt mit FP16 zu umgehen. Dieser Ansatz passt besser zu den Tensor-Kernen von RTX 20 und RTX 30. Standardisierte Benchmarks fehlen allerdings weiterhin. Dass Neural Rendering auf einer älteren Geforce-Karte funktioniert, bedeutet daher noch nicht automatisch eine brauchbare Performance.
ReShade und RenoDX erweitern die Einsatzmöglichkeiten
Parallel dazu wurde die Installation vereinfacht: RHI 2.4.9 enthält eine modifizierte Version der „nvngx_dlssnr.dll“, die laut den Community-Projekten für RTX 20, RTX 30, RTX 40 und RTX 50 angepasst wurde. ReShade und RenoDX übernehmen dabei die Integration in das jeweilige Spiel.
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Besonders bemerkenswert ist, dass ein Spiel offenbar nicht einmal natives DLSS benötigt. Zusätzliche Tools können Bildinformationen wie Tiefendaten und Bewegungsvektoren erfassen und für die benötigten DLSS-Aufrufe bereitstellen. Auf diesem Weg wurde Neural Rendering bereits in Batman: Arkham Knight demonstriert, obwohl das DirectX-11-Spiel ursprünglich keine DLSS-Unterstützung besitzt.
Von DirectX 9 bis Vulkan
Die Experimente reichen inzwischen bis zu älteren Grafik-APIs. Bei DirectX-9-Titeln handelt es sich jedoch nicht zwangsläufig um einen nativen DLSS-5-Pfad, sondern teils um zusätzliche Übersetzungs- oder Wrapper-Schichten. Getestet werden außerdem DirectX 11, DirectX 12, Vulkan und ältere Anwendungen.
DLSS 5 läuft sogar in PCSX2
Als bislang kuriosestes Beispiel gilt PCSX2. Modder demonstrierten Neural Rendering dort in einem Playstation-2-Spiel. Der praktische Nutzen steht dabei weniger im Vordergrund als die technische Reichweite der Lösung.
Eine offizielle Freigabe für RTX 20 oder RTX 30 ist damit ausdrücklich nicht verbunden. Nvidia hat bislang keine endgültige GPU-Kompatibilitätsliste veröffentlicht. Die aktuellen Ergebnisse beruhen auf geleakter und modifizierter Software, weshalb Performance-Probleme, Grafikfehler und Schwierigkeiten mit HUD-Elementen weiterhin möglich sind.
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