Dolmetscherin nach – und entschuldigt sich (wieder einmal)
Hollywoodschauspieler Mel Gibson, 70, steht in der Kritik, weil er bei einer Comic Convention in Kanada eine Gebärdensprachdolmetscherin nachgeäfft hat. Videos von der FanExpo Canada zeigen Gibson, wie er auf die Bühne tritt, auf der schon die Gebärdensprachdolmetscherin steht. Hinter ihrem Rücken macht er lachend Handbewegungen, die offenbar Gebärdensprache nachmachen sollen.
Unter den Videos, die auf Social Media kursieren , wurde Gibson vorgeworfen, respektlos zu sein. Nun hat er sich für sein Verhalten entschuldigt.
»Wenn man auf eine Bühne ins Rampenlicht gedrängt wird, schweifen die Gedanken manchmal in alle Richtungen und es kommt zu spontanen, unüberlegten Dummheiten«, sagte Gibson in einer Stellungnahme zum US-Branchenportal Variety. »Es lag keine böse Absicht dahinter, und ich entschuldige mich aufrichtig bei allen, die sich dadurch verärgert gefühlt haben.«
Die Videos, in denen Gibson Gebärdensprachdolmetscherin der FanExpo zu verspotten scheint, lösten aber nicht nur heftige Kritik gegen den Schauspieler aus, sondern auch gegen die FanExpo Canada. Die Veranstalter haben sich jedoch bisher noch nicht zu dem Vorfall geäußert.
Es ist nicht das erste Mal, dass Mel Gibson für sein Verhalten in der Kritik steht. Immer wieder fiel er mit Ausrastern auf, wurde betrunken am Steuer erwischt, überzog Polizisten mit antisemitischen Pöbeleien, musste sich vor Gericht wegen häuslicher Gewalt verantworten und verlor für 14 Jahre das Recht, Waffen zu tragen. Seine Karriere – Gibson war einer der größten Kinostars der Achtziger- und Neunzigerjahre – hat sich von diesen Skandalen nie wieder erholt.