Donald Trump empfängt Xi Jinping in den USA
Mit rotem Teppich und reichlich Tamtam hat der US-Präsident seinen Amtskollegen aus China am Flughafen abgeholt. Allein schon die Tatsache, dass Donald Trump persönlich auf dem Rollfeld auf Xi Jinping gewartet hatte, war in den US-Medien im Vorfeld als eher unüblich hervorgehoben worden. Zum letzten Mal wurde eine solche Ehre dem damaligen Papst Franziskus zuteil – vor elf Jahren.
Dann war da noch das eher ungewöhnliche Outfit des US-Präsidenten, der im dicken Wintermantel und mit Handschuhen auf der Joint Base Andrews herumstand. Laut US-Medien war es auf dem Militärflugplatz in Maryland zu diesem Zeitpunkt zwar durchaus windig, die Temperatur lag aber bei eher milden 18 Grad Celsius. Weder Xi noch seine Gattin Peng Liyuan oder Melania Trump waren ähnlich warm angezogen.
Die meisten Schlagzeilen produzierte der US-Präsident jedoch, als er beim Überflug von US-Kampfflugzeugen sichtbar zusammenzuckte und wegen der Lautstärke das Gesicht verzog. Der Überflug kam dabei keineswegs überraschend, sondern war seit Tagen als Programmpunkt angekündigt gewesen. Xi verzog währenddessen keine Miene. Laut Medienberichten handelte es sich bei den Flugzeugen um B-1-Bomber.
Der Spott ließ nicht lange auf sich warten – und er kam von beiden Seiten des politischen Spektrums. Sowohl die Trump eher zugewandte »New York Post« , als auch die linksgerichtete Nachrichtenorganisation MeidasTouch posteten Videos. Deutlich wurde die hartlinke Twitch-Reizfigur Hasan Piker: »Trump – das ist DEINE Airshow. Wie kannst du da Angst bekommen?«
Die Szene dürfte als Meme mindestens im Wahlkampf für die Midterms weiterleben.
Zölle gegen China werden weiter aufgeschoben
Xi wird drei Tage lang auf Staatsbesuch in den USA bleiben. Themen dürften neben dem Handelsstreit beider Länder auch die Sicherheit im Umgang mit künstlicher Intelligenz sein. Zudem werden Trump und Xi wohl auch über globale Konflikte wie den Irankrieg und den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine sprechen. Trump will für Xi bis Freitag ein umfangreiches Programm auffahren, inklusive Militärschau und Staatsbankett.