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Donald Trump: Foto scheint Abrisspläne für Kennedy Center zu zeigen

Welt

Auf den Bildern des Fotografen Brendan Smialowski von der AFP ist Trump durch das Fenster der Präsidentenmaschine Air Force One mit einem Ausdruck zu sehen, über dem in roten Buchstaben zu lesen ist „Kennedy Center Demolish“ (etwa: Abriss des Kennedy Centers).

Der Ausdruck scheint die Zerstörung eines Gebäudes zu zeigen und ein gelbes Baufahrzeug, das Trümmer wegschaufelt. Die am Donnerstag veröffentlichten Fotos entstanden am Mittwoch auf dem Militärflughafen Joint Base Andrews südöstlich der Hauptstadt Washington. Die Aufnahmen verbreiteten sich rasch in Online-Netzwerken.

Das Kennedy Center in Washington ist derweil nach Angaben seiner Leitung wegen Sicherheitsbedenken vorübergehend geschlossen worden. Der geschäftsführende Direktor und operative Leiter des berühmten Zentrums für darstellende Künste, Matt Floca, erklärte, es bestehe ein akutes Risiko wegen des fortschreitenden baulichen Verfalls des Gebäudes. Trump hat angekündigt, die notwendigen Reparaturen würden nur ausgeführt, wenn sein Name wieder am Gebäude angebracht werde.

In einem bei einem Bundesgericht eingereichten Schriftsatz teilte Floca mit, das Gebäude werde mindestens sieben Tage lang geschlossen bleiben. In dieser Zeit sollten die Sicherheitsrisiken in Bereichen des Hauptgebäudes untersucht werden, die schwere bauliche Mängel aufwiesen.

Die vorübergehende Schließung, die am Mittwoch ohne vorherige Ankündigung erfolgte, steht in keinem Zusammenhang mit dem Beschluss des Kuratoriums des Kennedy Centers vom Dienstag, das Kulturzentrum wegen Reparaturarbeiten auf unbestimmte Zeit zu schließen. Floca erklärte, Anlass seien eine Überprüfung der Überdachung der Dachterrasse und ein teilweiser Deckeneinsturz Anfang September. Die Schließung könne nach einer Bewertung in der kommenden Woche verlängert werden.

Das Kuratorium des Kennedy Centers beschloss im August, den Namen des Präsidenten wieder an der Fassade des Gebäudes anbringen zu lassen, nachdem er nach einem Gerichtsurteil schon einmal entfernt worden war. Der US-Bezirksrichter Christopher Cooper wies auch die neue Formulierung mit Trumps Namen am Dienstag zurück. Daraufhin beschloss das Kuratorium, das Zentrum zu schließen.

Der Kongress hat 257 Millionen Dollar für die Reparaturen bewilligt. Trump erklärte jedoch, die Arbeiten würden nur dann ausgeführt, wenn es dem Kuratorium erlaubt würde, die Pläne zur Anbringung seines Namens an dem Gebäude weiterzuverfolgen.

Barbra Streisand, die 2008 vom Kennedy Center geehrt worden war, äußerte Zweifel an der Begründung für die Schließung des Zentrums. Sie bezeichnete die Kontroverse um dessen Betrieb als „empörend und schmerzhaft mitanzusehen“.Zu Trumps Bestrebungen, dem Center seinen Namen zu geben, sagte sie der Nachrichtenagentur AP: „Man kann sich leicht meine Empörung darüber vorstellen, dass diese hoch angesehene Institution zum Gegenstand eines derart erbitterten Streits um den Namen und das ungezügelte Ego eines einzigen Mannes geworden ist.“

Die Kultureinrichtung war 1971 zu Ehren des ermordeten US-Präsidenten John F. Kennedy eröffnet worden. Trump warf der Leitung nach seinem erneuten Amtsantritt eine links-„woke“ Haltung vor und setzte sich selbst an die Spitze eines Verwaltungsrats mit handverlesenen Mitgliedern.

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