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Donald Trump: Funkpanne bei Marine One durch Baustelle am Weißen Haus

Welt

Trump an Bord

Funkpanne bringt US-Präsidentenhubschrauber in heikle Lage

Von t-online, ast

28.08.2026 - 09:36 UhrLesedauer: 2 Min.

Der Hubschrauber von US-Präsident Donald Trump ist einem Passagierjet ungewöhnlich nahegekommen. Bauarbeiten am Weißen Haus könnten eine Rolle gespielt haben.

Die Bauarbeiten am Weißen Haus haben möglicherweise zu einer Funkpanne beim Abflug von US-Präsident Donald Trump beigetragen. Der Präsidentenhubschrauber Marine One und ein Passagierflugzeug gerieten dadurch am 4. August nahezu gleichzeitig in denselben Bereich des Washingtoner Luftraums, wie aus einem vorläufigen Bericht der US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB hervorgeht.

Marine One startete demnach vom Ellipse-Park südlich des Weißen Hauses. Fast zeitgleich hob am nahe gelegenen Ronald Reagan Washington National Airport ein Embraer-Passagierjet der Fluggesellschaft Envoy Air in Richtung Pensacola ab. Nach vorläufigen Berechnungen kamen sich beide Maschinen bis auf rund 1,5 Kilometer seitlich und 210 Metern Höhe nahe. Eine Kollision gab es nicht, verletzt wurde niemand.

Warnung erreicht den Tower nicht

Normalerweise gilt: Für Flüge mit dem Präsidenten an Bord muss die Besatzung den Kontrollturm am Reagan-Flughafen drei Minuten vor dem Start informieren. Dann werden alle Abflüge gestoppt, bis Marine One den Bereich passiert hat.

An besagtem 14. August aber kam der erste Funkspruch der Hubschrauberbesatzung dem Bericht zufolge nicht am Tower an, der zweite nur unverständlich. Weil der Fluglotse die vorgeschriebene Meldung nicht erhalten hatte, erteilte er dem Passagierjet die Starterlaubnis. Erst als Marine One bereits aufgestiegen war, kam die Verbindung zustande. Im Cockpit des Jets schlug das Kollisionswarnsystem an. Ein Ausweichmanöver war jedoch nach Einschätzung der Verantwortlichen nicht nötig.

Normalerweise startet Marine One vom Südrasen des Weißen Hauses. Wegen der Arbeiten an Trumps geplantem Ballsaal wurde der Startplatz vorübergehend auf die Ellipse verlegt – also auf die große, oval angelegte Park- und Rasenfläche unmittelbar südlich des Weißen Hauses. Eine anschließende Überprüfung ergab, dass zwischen dem damaligen Standort der Funkanlage und dem neuen Startplatz keine ausreichende Sichtverbindung bestand.

Hinweise auf Probleme gab es zuvor

Bereits fünf Tage vor dem Zwischenfall hatten Fluglotsen bei einem Treffen mit der Präsidentenstaffel darauf hingewiesen, dass Meldungen vor dem Start mehrfach nicht angekommen seien. Vertreter der Staffel bezeichneten die Funkverbindung laut berichtet die "New York Times" als "lückenhaft".

Nach dem Vorfall verlegte die US-Luftfahrtbehörde FAA die Funktechnik auf das Dach des Kontrollturms. Am Donnerstag traten laut der Zeitung dennoch erneut Verständigungsprobleme auf. Doch die Startmeldung wurde über einen anderen Hubschrauber weitergeleitet und der übrige Flugverkehr rechtzeitig gestoppt.

Verkehrsminister Sean Duffy erklärte nach dem Zwischenfall, die Flugbahnen der beiden Maschinen hätten sich nicht gekreuzt. Nach Darstellung der US-Regierung bestand daher keine unmittelbare Kollisionsgefahr. Das Weiße Haus betonte ergänzend, Trump sei zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen. Der NTSB ermittelt weiter zu dem Vorfall.

Der Washingtoner Luftraum steht seit der Kollision eines Passagierjets mit einem Militärhubschrauber im Januar 2025 besonders unter Beobachtung. Damals starben 67 Menschen.

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