Donald Trump: Iran-Sanktionen wirken sich offenbar langsam aus
Wirtschaftliche Probleme
Trumps Vorgehen im Iran führt offenbar langsam zum Erfolg
Von t-online
05.09.2026 - 15:38 UhrLesedauer: 2 Min.
Lange Zeit schien das US-Vorgehen dem Iran kaum etwas auszumachen. Mittlerweile verdichten sich die Hinweise, dass die Wirtschaft Problem bekommt.
Die verschärften US-Sanktionen und die Blockade der Ölexporte haben dem Iran nach Angaben von Insidern die Beschaffung von Devisen und wichtigen Waren erschwert. Wie n-tv unter Berufung auf drei mit den Entwicklungen vertraute iranische Vertreter berichtet, komme kaum noch Geld ins Land und kaum noch Rohöl heraus. Der Zugang zu internationalen Finanznetzen sei abgeschnitten, die wichtigste Einnahmequelle Teherans durch die Ölblockade versiegt.
Die sogenannten Sekundärsanktionen richten sich auch gegen ausländische Geschäftspartner des Iran. Sie sollen Zahlungen in Dollar verhindern, die für Ölverkäufe und die Finanzierung wichtiger Importe benötigt werden. Gleichzeitig fehle Teheran den Insidern zufolge das Bargeld, um die hohen Aufschläge für eine Umgehung der Sanktionen über Briefkastenfirmen, nicht registrierte Tanker und Schmuggel zu bezahlen. Zusätzlich haben die Vereinigten Arabischen Emirate Mitte August nach iranischen Angriffen den gesamten Handels- und Finanzaustausch mit Teheran bis auf Weiteres ausgesetzt.
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Bei der Treibstoffversorgung drohen dadurch Engpässe: Einem der Insider zufolge reichten die Benzinvorräte des Landes noch für zwei Monate. Obwohl der Iran selbst Erdöl fördert, muss er Treibstoff einführen. Seine Raffineriekapazitäten reichen nicht aus, um den Bedarf zu decken.
Hohe Inflation belastet die Bevölkerung
Die neuen Maßnahmen treffen eine Wirtschaft, die bereits vor dem Krieg unter hoher Inflation und einer schwachen Landeswährung litt. Bombardierungen haben zudem Industrie und Infrastruktur beschädigt und hohe Wiederaufbaukosten verursacht; der Rial fiel zuletzt auf ein Rekordtief. Die offizielle Inflationsrate liegt dem Bericht zufolge im Zwölf-Monats-Durchschnitt bei 69,9 Prozent. Die Preise für Lebensmittel, Getränke und Tabak seien fast doppelt so stark gestiegen.