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Donald Trump lässt mehr Importe von Rindfleisch in die USA zu und macht die Bauern wütend

Wirtschaft

Der Schritt stößt jedoch auf Widerstand bei US-Viehzüchtern. Der einflussreiche Bauernverband American Farm Bureau Federation hatte in einem ​Brief an Trump erklärt, die Maßnahme werde »Amerikas Viehzüchter untergraben«.

Hintergrund ⁠sind ⁠massiv steigenden Rindfleischpreise in den USA in diesem Jahr. Dürre und Waldbrände haben den Rinderbestand auf den niedrigsten Stand ‌seit 75 Jahren gedrückt.

Dem ​Erlass zufolge soll ‌die Importmenge für mageres Rindfleisch, die ohne über die Quote hinausgehende Zölle eingeführt werden kann, um 300.000 Tonnen erhöht werden. Zuvor hatte seine Regierung Importbeschränkungen für Vieh aus Mexiko verhängt, ‌um die Ausbreitung einer Tierseuche ​zu bekämpfen. ‌In dieser Woche haben die USA mit ‌einer ​schrittweisen Wiedereröffnung einiger Grenzübergänge für Vieh an der Südgrenze begonnen.

Scharfe Kritik auch aus den eigenen Reihen

Die Pläne waren am vergangenen Wochenende bekannt geworden – und hatten schon zu diesem Zeitpunkt für schneidende Kritik von allen Seiten gesorgt. »Wir alle wünschen uns niedrigere Lebensmittelpreise, aber wie ich schon seit Monaten sage, dürfen wir das nicht auf Kosten der amerikanischen Erzeuger erreichen«, schrieb etwa die republikanische Senatorin Deb Fischer auf der Plattform X.

Die »Überschwemmung des Marktes mit ausländischem Rindfleisch« werde der US-Viehwirtschaft schaden, sagte die Vertreterin von Nebraska, einem der für die Viehzucht in den Vereinigten Staaten wichtigsten Bundesstaaten.

Auch der republikanische Senator Tim Sheehy kritisierte Trumps Vorstoß. Dieser würde Viehzüchtern schaden, schrieb er auf X. Vielzüchter und Bauern wählen traditionell eher republikanisch, viele von ihnen sind Anhänger der Trump-zugewandten »Make America Great Again«-Bewegung (MAGA).

Trumps Vorstoß dürfte als Versuch gewertet werden, um wenige Monate vor den US-Zwischenwahlen bei Wählerinnen und Wählern zu punkten. Am 3. November werden Repräsentantenhaus und Senat neu geordnet. Trumps Partei hat derzeit eine hauchdünne Mehrheit in den beiden Parlamentskammern.

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