Donald Trump ordnet Rückkehr zu Dampfkatapulten auf US-Flugzeugträgern an
Die Flugzeugträger der US-Marine stehen derzeit unter besonderer Beobachtung – wegen des Dramas um die USS »Abraham Lincoln«, von der erhebliche Missstände während eines langen Nahosteinsatzes gemeldet wurden (mehr dazu hier). Nun mischt sich auch US-Präsident Donald Trump ein. Allerdings mit einem ganz anderen Anliegen. Er hat die Marine angewiesen, das komplexe Startsystem für Kampfjets auf ihren Flugzeugträgern zu entfernen und stattdessen wieder Dampfkatapulte zu verwenden, wie das Weiße Haus am Donnerstag mitteilte. Trump habe ein entsprechendes Memorandum unterzeichnet, berichtete das »Wall Street Journal« . Die Umrüstung betreffe die Flugzeugträger der »Gerald R. Ford«-Klasse und dürfte Milliarden Dollar kosten. Trump hatte das elektromagnetische Startsystem der Marine in der Vergangenheit häufig kritisiert. Es sei teurer und weniger effektiv als die traditionellen Dampfkatapulte. »Sie haben Milliarden Dollar mehr für elektrische Katapulte ausgegeben, und sie sind nicht gut«, sagte Trump im vergangenen Monat auf einem Verteidigungsgipfel in Pennsylvania. »Sie sind bei Weitem nicht so gut, zu komplex.« Nach alarmierenden Beschwerden über Missstände auf der USS »Abraham Lincoln« soll der in Nahost eingesetzte Flugzeugträger laut Medienberichten abgelöst werden. Ersetzt wird er durch die »George Washington«, wie das »Wall Street Journal« sowie die US-Sender CNN und NBC News unter Berufung auf Insider melden. Laut CNN war der Austausch der Schiffe bereits zuvor geplant. Unklar war beiden Sendern zufolge hingegen, wann genau es zum Wechsel kommt. NBC News zufolge dauert ein solcher Wechsel für gewöhnlich mehrere Wochen. Ärger um die Zustände an Bord des Schiffes Mitglieder des US-Kongresses fordern seit einiger Zeit Aufklärung über die Zustände auf der USS »Abraham Lincoln«. »Es gibt verschimmelte Duschen, kaputte Toiletten«, beschrieb Mike Levin, ein demokratischer Kongressabgeordneter, die Situation auf X. Es gebe »lange Phasen ohne warmes Wasser und eine Mahlzeit, die sich auf eine halbe Tasse Reis und zwei Tortillas beschränkt«, monierte Levin. Die Regierung solle erklären, was sie tue, um die Streitkräfte auf dem schwimmenden Luftwaffenstützpunkt zu unterstützen, schrieb der Senator Richard Blumenthal auf X. »Weitverbreitete Berichte über Versorgungsengpässe, Probleme bei den Sanitäranlagen, eine Verschlechterung der psychischen Gesundheit und mehr erfordern sofortiges Handeln.« Der US-Demokrat richtete eine offizielle Anfrage als Mitglied des Senatskomitees für die US-Streitkräfte an Verteidigungsminister Pete Hegseth und Marine-Staatssekretär Hung Cao. Darin heißt es, die »USS Abraham Lincoln« habe seit nunmehr fast sieben Monaten am Stück keinen Hafen mehr angelaufen – eine Rekorddauer, die für die Besatzung offenbar spürbar zur Belastung wird. Es gebe zahlreiche Berichte über Probleme etwa bei der Grundversorgung und den Sanitäranlagen auf dem Schiff, so Blumenthal. Hegseth wies die Vorwürfe zurück.