Donald Trump ordnet vollständigen Handelsstopp gegen Spanien an: „Schrecklicher Partner“
US-Präsident Donald Trump ordnet einen vollständigen Handelsstopp mit Spanien an. Er habe Finanzminister Scott Bessent angewiesen, jeglichen Handel mit dem Land einzustellen, sagte Trump vor dem Nato-Gipfel in Ankara. Er bezeichnete Spanien als „schrecklichen Partner“ in der Militärallianz. „Ich will keine Geschäfte mit ihnen machen“, erklärte Trump bei einem Auftritt an der Seite von Nato-Generalsekretär Mark Rutte. Der Beziehungsabbruch soll demnach „sofort“ vollzogen werden. Auch „Besuche“ sollten nicht mehr stattfinden. „Wir wollen nichts mehr mit ihnen zu tun haben“, sagte Trump. Spanien hatte sich zudem mit Kritik am US-Krieg gegen den Iran bei Trump unbeliebt gemacht. Unter anderem verweigerte Madrid der US-Armee die Nutzung von Stützpunkten für den Krieg. Spanien gehört außerdem zu den schärfsten Kritikern Israels unter den EU-Staaten. Ministerpräsident Pedro Sánchez warf Israel wiederholt vor, im Gaza-Streifen einen „Völkermord“ zu begehen. Spanien reagiert gelassen Inwiefern die USA die Handelsbeziehungen mit einem einzelnen EU-Land abbrechen können, ist allerdings fraglich. Der Außenhandel liegt gemäß der Logik des gemeinsamen europäischen Binnemarktes als gebündelte Aufgabe des Staatenbundes in der Verantwortung Brüssels. Spanien reagierte gelassen auf die Ankündigung Trumps, den Handel mit dem Land einzustellen. Das Büro des spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sanchez teilte mit, man behandle diese Äußerungen als Routineangelegenheit. Spanien pflege hervorragende soziale, kulturelle und wirtschaftliche Beziehungen zu den USA, und es sei nicht die Absicht der Regierung, daran etwas zu ändern. Die bilateralen Beziehungen seien sowohl im Handel als auch in der Verteidigung für beide Länder von Vorteil. Trump erklärt Rahmenabkommen mit dem Iran für beendet Nach neuerlichen Angriffen auf den Iran erklärte der US-Präsident zudem das Rahmenabkommen mit Teheran in Ankara für beendet. Er werde jedoch zulassen, dass die Gespräche fortgesetzt würden, sagte Trump. „Meiner Meinung nach ist es vorbei“, antwortete Trump auf die Frage nach dem Status der Waffenruhe mit dem Iran. „Es ist reine Zeitverschwendung, sich mit ihnen abzugeben.“ Trump fügte hinzu, dass US-Vertreter die Verhandlungen mit dem Iran fortsetzen könnten, äußerte jedoch Zweifel am Ergebnis. „Sie können reden, aber ich glaube, sie verschwenden ihre Zeit“, sagte er. Der US-Präsident hatte beim Nato-Gipfel in Ankara direkt Streit gesucht. Bei einem Treffen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan hielt Trump an seinen Besitzansprüchen auf das zum Königreich Dänemark gehörende Grönland fest. Es bleibe dabei, dass die weltgrößte Insel von den Vereinigten Staaten und nicht von Dänemark kontrolliert werden sollte, betonte er. Den Europäern drohte er: „Wir könnten alle unsere Soldaten aus Europa abziehen.“ Konkrete Ankündigungen dahingehend gab es nicht. Die 32 Mitgliedstaaten des Verteidigungsbündnisses wollen bis Mittwoch beraten, wie die Lasten in der Nato mehr auf die europäischen Alliierten und Kanada verteilt werden können. Die USA hatten angekündigt, Truppen aus Deutschland abzuziehen und weniger Streitkräfte für Planungen der Nato vorzuhalten.