Donald Trump will offenbar Export von Elektroschrott stoppen
US-Präsident Donald Trump will Insidern zufolge den Export von alten Batterien und Elektroschrott stoppen. Trump habe eine entsprechende Anordnung unterzeichnet, sagten zwei Insider aus dem Weißen Haus der Nachrichtenagentur Reuters. Ziel sei, die heimische Recyclingindustrie zu stärken und die Abhängigkeit von China bei kritischen Mineralien zu verringern. Der Erlass ermächtige demnach das US-Handelsministerium, die Ausfuhr der Abfälle zu verbieten. Die Regierung wolle damit sicherstellen, dass wertvolle Materialien wie Wolfram und zerkleinerte Batterieteile – die in der Branche als schwarze Masse bekannt sind – an US-Recyclingunternehmen gehen, sagten die Insider. Nach Angaben der Umweltorganisation Basel Action Network exportieren die USA monatlich fast 33.000 Tonnen Elektroschrott, der oft Lithium und andere wiederverwertbare Mineralien enthält. Insolvenz von Recyclingbetrieben Die US-Recyclingbranche kritisiert diese Ausfuhren seit Langem. Sie argumentiert, ein Verbleib des Materials im Land könne helfen, die heimischen Produktionsziele für Mineralien zu erreichen und den Bedarf an neuen, oft unpopulären Bergbauprojekten zu verringern. Zudem hätten sich den Insidern zufolge heimische Firmen bei der Regierung darüber beschwert, dass sie nicht mit ausländischen Konkurrenten mithalten könnten, die Preise über dem Marktniveau für den Schrott zahlten. In den vergangenen 18 Monaten gerieten mehrere nordamerikanische Recyclingbetriebe in wirtschaftliche Schwierigkeiten, darunter Li-Cycle und Ascend Elements, die Insolvenz anmelden mussten.