Donald Trump: Wolodymyr Selenskyj und Benjamin Netanyahu besuchen nacheinander den US
Trumps Sprecherin Karoline Leavitt verkündete nach dem Ende beider Begegnungen auf der Plattform X knapp: »Beide Treffen verliefen positiv und produktiv!« Netanyahu sagte in einer Videobotschaft nach seinem Besuch: »Es war eines der besten Gespräche, die ich je mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten, unserem Freund Donald Trump, geführt habe.« Das Treffen sei »exzellent« gewesen. Beide hätten das gemeinsame Ziel, sicherzustellen, dass Iran keine Atomwaffen baue. Berichte über Differenzen der beiden im Irankrieg hatten vor dem Treffen mehrfach für Schlagzeilen gesorgt. Der Konflikt bestand demnach darin, dass Israel den Krieg fortsetzen wollte, während Trump auf eine diplomatische Lösung drängte. 90-minütiges Treffen Kurz vor dem rund anderthalbstündigen Treffen mit Netanyahu schien Trump diesen Eindruck zu bestätigen. Im Gespräch mit dem Sender Fox News stellte er es so dar, als würde Netanyahu versuchen, ihn davon zu überzeugen, sich nicht vom Krieg in Iran abzuwenden. Angesprochen auf Berichte, dass Netanyahu bei seinem Treffen mit ihm über Aktivitäten rund um eine mutmaßliche Atomeinrichtung in Iran sprechen wolle, die als »Pickaxe Mountain« bekannt ist, sagte Trump: »Nun, ich brauche Bibi nicht, um mir das zu sagen. Bibi erzählt mir das, weil er möchte, dass ich weiterhin involviert bleibe.« Das US-Boulevardblatt »New York Post« berichtete jüngst unter Berufung auf eine Quelle in Israel, dass Netanyahu bei seinem Treffen mit Trump in Washington voraussichtlich Geheimdienstinformationen vorlegen werde, wonach Iran Nuklearbestrebungen am Standort »Pickaxe Mountain« im Zentraliran vorantreibe. Auch der israelische TV-Sender N12 berichtete, Netanyahu wolle Geheimdienstinformationen über mutmaßliche Bestrebungen Irans vorlegen, seine militärischen Fähigkeiten wiederaufzubauen. Selenskyj dankt für das »gute Treffen« Vor dem Treffen mit Netanyahu war bereits der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj zu Gast bei Trump. Selenskyj dankte anschließend in einem Beitrag in sozialen Medien dem US-Präsidenten für das »gute Treffen« und die Bemühungen der republikanischen Regierung, Kyjiw in dem lang andauernden Krieg zu unterstützen. »Der Präsident und ich haben über Lizenzen für die Produktion der Patriot-Abfangraketen und einige andere Ideen gesprochen, die helfen könnten«, teilte Selenskyj mit. Er fügte hinzu, dass er Trump sein Beileid zum Tod seines engen Verbündeten Graham ausgesprochen habe. »Wir haben auch über Diplomatie gesprochen – es ist wichtig, dass der diplomatische Prozess wiederbelebt wird.« Im US-Senat wird seit Langem über ein neues Sanktionspaket gegen Russland verhandelt, das der Trump-Verbündete Graham maßgeblich vorangetrieben hatte. Am Dienstag wurde nun bekannt, dass Senatoren beider Parteien eine Einigung dazu errungen haben. Das Gesetz soll laut neu veröffentlichten Ergänzungen den Namen Grahams tragen. Es setzt vorwiegend bei Erdgas- und Ölexporten an – einer zentralen Geldquelle für den russischen Staat auch zur Finanzierung des Angriffskriegs in der Ukraine. Es berechtigt den US-Präsidenten, die fünf größten Käufer russischer Energieträger mit Sanktionen zu belegen – sowie die fünf Länder, die Russland am stärksten helfen, Energiesanktionen zu umgehen. Damit könnte es die US-Handelsbeziehungen zu China und Indien weiter strapazieren, die wichtige Käufer von russischem Erdöl sind.