DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,21 % 64.447,15 USD 07:18:55 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Dopingkontrolle verweigert: Hat Owen Ansah die Konsequenzen unterschätzt?

Sport

TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Bonn/Mannheim – Es sollte sein großes Jahr werden mit dem Höhepunkt bei der Leichtathletik-EM im August. Jetzt droht Sprint-König Owen Ansah eine Dopingsperre von bis zu vier Jahren. Nicht, weil er positiv getestet wurde. Sondern, weil er bei einer unangemeldeten Kontrolle keine Probe abgab. Möglicherweise hat Ansah die Situation komplett falsch eingeschätzt. Ansah erklärt in einer Pressemitteilung des DLV: „Ich bin vergangene Woche als Nachrücker ganz kurzfristig ins Starterfeld bei der Diamond League in Monaco gerutscht. Am Donnerstag gegen 14:30 Uhr wollte ich gerade Richtung Flughafen aufbrechen, als ein Kontrolleur außerhalb meines Zeitfensters klingelte und um die Abgabe einer Dopingprobe bat. Ich war schon sehr spät dran und konnte so kurzfristig die Probe nicht abgeben, zumal ich kurz zuvor die Toilette besucht hatte.“ Das Problem: Eine verweigerte Dopingkontrolle, aus welchen Gründen auch immer, kann vergleichbare Sanktionen wie eine positive Kontrolle zur Folge haben. Darüber soll Ansah auch aufgeklärt worden sein. BILD erfuhr, dass er von der Nationalen Anti-Doping-Agentur (Nada) sogar schriftlich über die möglichen Konsequenzen informiert worden sein soll. Offenbar hat er selbst den Ernst der Lage aber dennoch nicht erkannt. Denn Ansah schildert die Situation im DLV-Statement so: „Es wurde nicht angeboten, dass der Kontrolleur mit zum Flughafen fährt, damit ich dort die Probe abgeben kann. Zudem wurden keinerlei Konsequenzen aufgezeigt. Der Kontrolleur wünschte mir noch viel Glück in Monaco.“ Ansah reiste zum Diamond-League-Meeting ins Fürstentum, rannte dort am 10. Juli die 100 Meter in 10,01 Sekunden und landete auf Platz vier. Er ist der einzige Deutsche, der über die Sprint-Distanz jemals unter 10 Sekunden blieb. Seine Bestzeit von 9,98 Sekunden stellte er im Juni auf, Anfang Juli standen sogar 9,93 Sekunden auf der Uhr – allerdings mit zu kräftigem Rückenwind. Bei der EM in Birmingham (10. bis 16. August) will er eine Medaille. Möglich ist das weiterhin. Denn: Ansah ist vorerst nicht gesperrt. Der Sprinter hat nun die Möglichkeit, gegenüber der Nada den Sachverhalt aus seiner Sicht zu schildern. Wird das Verfahren fortgeführt, könnte Ansah zugutekommen, dass er nach seiner verweigerten Kontrolle sowohl am Wettkampftag in Monte Carlo als auch am Montag nach dem Wettkampf getestet wurde. Somit dürften in unmittelbarer zeitlicher Nähe zum nicht durchgeführten Test Ergebnisse vorliegen.

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren