„Doppelmoral beiseiteschieben“: Mesut Özil vergleicht Israel und Russland
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Mesut Özil (38) fordert ein Ende der Russland-Sanktionen und zieht dafür einen brisanten Vergleich mit Israel! Der Weltmeister von 2014 wirft dem Weltfußballverband vor, bei Sanktionen gegen Russland und Israel mit zweierlei Maß zu messen. Seine Forderung: Russische Mannschaften sollen wieder international spielen dürfen!
Der frühere deutsche Nationalspieler war zu Besuch bei einem Veteranenspiel zwischen Istanbul Başakşehir und Zenit St. Petersburg. Nach dem 3:2-Sieg der Türken nutzte Özil die Bühne für einen politischen Appell an den Weltverband.
Özil: „Der Fußball hat immer für Frieden gesorgt. Solange wir die Herkunft und den Glauben nicht beachtet haben, hat der Fußball die Menschen immer zusammengebracht. Wie Sie wissen, gab es kein Embargo gegen Teams aus Israel, aber gegen russische. Ich möchte an der Stelle an die FIFA appellieren: Ich hoffe, dass sie Doppelmoral beiseiteschieben und alle gleich behandeln.“ Nach dem völkerrechtswidrigen russischen Angriff auf die Ukraine schlossen Fifa und Uefa russische Mannschaften von ihren Wettbewerben aus. Özil fordert, die Sanktionen gegen den Terrorstaat zu beenden.
Brisant: Sowohl Zenit als auch Başakşehir haben prominente politische Verbindungen. Kreml-Chef Wladimir Putin (74) gilt als Fan von Zenit St. Petersburg, der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan (72) als Anhänger von Başakşehir.
Özil: Politische Kontroversen
Zuletzt hatte sich Mesut Özil öffentlich auch immer häufiger politisch geäußert. 2024 teilte er mehrfach auf Instagram eine Landkarte, auf der Israel durchgestrichen war. Darunter stand: „Palestine“. Noch immer ist auf seinem Profilfoto bei Instagram ein Kind zu sehen, das in Richtung einer Palästina-Flagge blickt.
Welche politische Ambition der Weltmeister in der Türkei hat, ist unklar. Im vergangenen Jahr wählten ihn die Parteivertreter in den Vorstand von Erdogans streng konservativ-islamischer Partei AKP (Partei für Gerechtigkeit und Aufschwung). Die Beziehung zu dem Präsidenten ist eng, seine Kinder dürfen den türkischen Präsidenten sogar „Opa“ nennen.