Dow Jones, S&P 500, Nasdaq: US‑Börsen schließen vor Zinsentscheid einheitlich im Minus
Die wichtigen Indizes an der Wall Street knüpften am Dienstag an die Entwicklung des Vortages an. Die Renditen der Staatsanleihen kannten derweil nur eine Richtung: nach oben.
Straßenschild an der New Yorker Wall Street. Foto: dpa
Düsseldorf/New York. Die Furcht vor steigenden Zinsen und anziehende Ölpreise haben die Anleger an der Wall Street am Dienstag in die Flucht geschlagen.
Am Tag vor dem nächsten Zinsentscheid der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) trennten sich Anleger von ihren Positionen und schlossen damit an die Verluste des Vortages an.
Der US-Standardwerteindex Dow Jones ging 0,6 Prozent tiefer mit 52.093 Punkten aus dem Handel.
Der breiter gefasste S&P 500 schloss 0,4 Prozent tiefer bei 7586 Zählern.
Die technologielastige Nasdaq Composite bewegte sich 0,8 Prozent nach unten und beendete den Börsentag bei 25.982 Zählern.
Der Nasdaq 100, ein Abbild der 100 Nicht-Finanzunternehmen mit der höchsten Marktkapitalisierung, schloss 0,7 Prozent im Minus bei 28.938 Punkten.
Dem Zinsentscheid der US-Notenbank kommt dieses Mal besondere Bedeutung zu. Denn Marktbeobachter gehen dem Fed-Watch-Tool CME zufolge mittlerweile fast einstimmig davon aus, dass die Federal Reserve die Leitzinsen anheben wird. Die Inflation verharrte im August auf Jahressicht bei 3,4 Prozent, wie das zuständige Statistikbüro vergangene Woche mitteilte. Auch die für die Fed besonders relevante Kerninflation bleibt auf erhöhtem Niveau. Sie betrug 2,4 Prozent.
Die Wall Street hat sich laut Markus Koch darauf eingestellt, dass die US-Notenbank die Zinsen anhebt. Entscheidend werde, welche Signale Fed-Chef Kevin Warsh am Mittwoch zum künftigen Zinskurs und zur Bilanzpolitik sende, sagt der Börsenexperte.
Experten hatten die Zahlen zwar so erwartet, die Erwartungen an eine Zinserhöhung erhärteten sich aber trotzdem. Vor Bekanntgabe der Inflationsdaten rechneten rund 70 Prozent mit einem Zinsschritt nach oben, während 30 Prozent keine Veränderung erwarteten. Seit die Daten öffentlich sind, stieg die Erwartung einer Zinserhöhung bis auf über 90 Prozent an.
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