Drei Fahrkarten vom Punkt: Arminia Bielefeld enttäuscht im DFB-Pokal auf ganzer Linie
Aspach. Arminia Bielefeld ist im DFB-Pokal bereits in der ersten Runde gescheitert. Der Fußball-Zweitligist unterlag am Samstagabend beim Drittliga-Aufsteiger SG Sonnenhof Großaspach mit 2:5 nach Elfmeterschießen. Nach 90 und 120 Minuten hieß es 2:2. Dem DSC entgeht damit auch die Prämie in Höhe von 456.377 Euro, die es für das Weiterkommen gegeben hätte. Die Heimfans unter den 5.719 Zuschauern in der Wir-machen-Druck-Arena in Aspach waren aus dem Häuschen, während die Arminen keinen Elfmeter versenken konnten und kläglich ausschieden.
Arminia-Trainer Oliver Kirch veränderte seine Startformation gegenüber der jüngsten Zweitligapartie gegen Energie Cottbus (3:0) auf zwei Positionen. Joel Felix rückte in der Innenverteidigung anstelle von Maximilian Großer an die Seite von Maximilian Bauer. Und auch Isaiah Young erhielt eine Chance von Beginn an. Er übernahm vorne links den Platz von Jannik Rochelt, der dafür eine Position weiter hinten agierte. Leidtragender war Marius Wörl, der auf der Reservebank Platz nehmen musste. Großer musste mit einem Infekt passen.
Rochelt war es, dem bereits in der zweiten Minute ein Patzer unterlief, den der Außenseiter beinahe zur frühen Führung genutzt hätte. Der Schuss von Loris Meier rauschte aber knapp am Tor vorbei. Die rund 2.000 mitgereisten DSC-Anhänger atmeten einmal tief durch.
Arminia-Torwart Kersken kann das 0:1 nicht mehr verhindern
Zehn Minuten später war es dann aber soweit. Nach einem von Arne Sicker verursachten Freistoß bekamen die Arminen den Ball nicht aus der Gefahrenzone. Nutznießer war Elias Rahn, dessen Schuss Jonas Kersken nicht mehr um den Pfosten lenken konnte (1:0, 12. Minute).
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Von den Gästen, die in dieser Situation gänzlich unsortiert wirkten, war bis hierhin nichts zu sehen. Sonnenhof Großaspach, das genau wie der DSC mit einem Sieg und einer Niederlage in die Saison gestartet ist, führte vollkommen verdient.
Und um ein Haar hätte die SG sogar direkt nachgelegt. Kersken ließ einen Distanzschuss von Rossmann nach vorne prallen, dafür reagierte der Schlussmann beim Nachschuss von Eisele stark und verhinderte so den erneuten Einschlag (18.).
Arminia dreht in drei Minuten die Partie
Arminia benötigte fast eine halbe Stunde, um zum ersten Abschluss zu kommen. Sicker setzte Monju Thaddäus Momuluh in Szene, dessen Abschluss aber zu zentral geriet und Keeper Reule kaum vor Probleme stellte (28.).
Eine Standardsituation war nötig, um zum Ausgleich zu kommen. Nach einer Ecke von Sicker verlängerte Bauer den Ball, am zweiten Pfosten nickte Stefano Russo aus kurzer Distanz ein (1:1, 40.).
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Und es kam noch besser für die Ostwestfalen. Joel Grodowski, Dreifachtorschütze gegen Cottbus, setzte sich im Zweikampf durch und drehte mit einem entschlossenen Flachschuss nur zwei Minuten später die Partie. Der DSC, der sich nach schwachem Start in der letzten Viertelstunde im ersten Abschnitt steigerte, ging mit dem knappen Vorsprung in die Pause.
Felix springt der Ball an den Arm – Elfmeter
Doch der Außenseiter gab sich noch lange nicht geschlagen. Nach einem Eckball sprang Felix der Ball an den Arm, den fälligen Strafstoß verwertete Fabian Eisele zum 2:2 (55.).
Den Bielefeldern fiel wie schon im ersten Durchgang lange Zeit nichts ein. Vielmehr musste Kersken sein ganzes Können aufbieten, um in der 65. Minute einen spektakulären Schuss von Loris Meier über die Latte zu lenken.
Erst in der 69. Minute bot sich den Gästen mal wieder eine Gelegenheit. Grodowskis Abschluss wurde von Reule aber entschärft.
Kein Klassenunterschied zu erkennen
Ein Klassenunterschied war zwischen der SG und dem DSC auch im zweiten Abschnitt nicht zu erkennen. In der 84. Minute bot sich den Bielefeldern dann aber doch noch die Chance zum Siegtor in der regulären Spielzeit. Momuluh bekam nach der scharfen Hereingabe des eingewechselten Benjamin Boakye den Kopf jedoch nicht mehr richtig hinter den Ball.
Noch bevor die Verlängerung begann, musste Arminia den nächsten Nackenschlag hinnehmen. Felix sah nach einem Foulspiel an Faß Gelb-Rot (90.+2), der Zweitligist spielte fortan nur noch zu zehnt.
Die Platzherren waren gewillt, die numerische Überzahl umgehend auszunutzen, Kersken war bei Molinaris Schuss aber auf dem Posten (95.).
Arminia-Joker Wörl scheitert am Pfosten
Mit zunehmender Spieldauer ergaben sich aufgrund schwindender Kräfte auf beiden Seiten immer mehr Räume. Bitter für Bielefeld, dass Joker Wörl am Pfosten scheiterte (110.). Im Gegenzug rettete Kersken gegen Faß (111.).
Es ging ins Elfmeterschießen. Die Arminen Bauer, Handwerker und Uldrikis scheiterten, während die SG dreimal traf und die Partie somit 5:2 nach Elfmeterschießen für sich entscheiden konnte.
Die Auslosung der 2. DFB-Pokal-Runde findet am Samstag, 5. September, statt. Gespielt wird am 27. und 28. Oktober.