Drei Waldbrände in Unterfranken - Feuer unter Kontrolle
Ein Großeinsatz wegen eines Wald- und Wiesenbrands im unterfränkischen Waldaschaff dauert weiter an. Das Feuer flamme nicht mehr auf, es gehe nun darum, Glutnester aufzuspüren und abzulöschen, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Die Nacht hindurch bekämpften Einsatzkräfte den Brand am Boden mit Löschrucksäcken und Strahlrohren. Seit Sonntagmorgen unterstützen wieder Hubschrauber den Einsatz. Zum Artikel: Weiter heiß am Wochenende – Hohe Waldbrandgefahr in Bayern Waldbrand auf 29 Hektar ausgebreitet Inwischen hat die Integrierte Leitstelle auch Entwarnung bezüglich der Rauchentwicklung gegeben: Fenster und Türen müssen nicht mehr geschlossen bleiben. Spaziergänger sollen das betroffene Waldgebiet weiterhin meiden, es besteht erhöhte Baumbruchgefahr. Seit Samstagabend hatte sich das Feuer den Angaben zufolge von anfänglich etwa fünf Hektar auf inzwischen insgesamt knapp 29 Hektar ausgebreitet. Laut dem Sprecher waren bis zu 600 Einsatzkräfte vor Ort. Demnach sei beinahe jede Feuerwehr des Landkreises Aschaffenburg im Einsatz gewesen. Großeinsatz auch wegen Waldbrand bei Lohr Es war bereits der dritte Waldbrand an diesem Tag in Unterfranken. Zuvor hatte es großflächig in einem Waldstück zwischen Rechtenbach und Lohr am Main gebrannt. Die B26 musste zwischenzeitlich gesperrt werden. Der Brand ist inzwischen unter Kontrolle. Der Brand war am Vormittag gegen 11.00 Uhr gemeldet worden. Das Feuer entwickelte sich in den folgenden Stunden zu einem Flächen- und Waldbrand mit einer Größe von rund 5.000 Quadratmetern. Die örtlichen Feuerwehren brachten den Brand, der sich in Richtung Norden ausbreitete, mit einem Großaufgebot unter Kontrolle. Auch das Bayerische Rote Kreuz (BRK), Polizei und Technisches Hilfswerk (THW) waren im Einsatz. Nachlöscharbeiten besonders schwierig Die Nachlöscharbeiten gestalten sich allerdings durch die Hanglage schwierig, so Kreisbrandmeister Benedict Rottmann. Dort sei sehr viel Totholz. "Jeder Stamm muss einzeln umgedreht und kontrolliert werden – und das bei 38 Grad", erklärt Rottmann. Der Einsatz sei für die rund 400 Einsatzkräfte eine extreme Belastung. Feuerwehrleute werden deshalb nachbeordert, um das Personal austauschen zu können. Die Nachlöscharbeiten werden bis in den Abend andauern, danach ist eine Brandwache vorgesehen. Waldbrand an Grenze zu Thüringen unter Kontrolle Auch ein anderer Waldbrand in Unterfranken ist seit Samstag unter Kontrolle. Am Freitagabend hatte bei Rothhausen im Landkreis Rhön-Grabfeld ein Waldstück auf einer Fläche von rund einem Hektar gebrannt. Keine Hinweise auf vorsätzliche Brandstiftung Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung liegen laut Polizei bislang nicht vor, die Ermittlungen zur Brandursache laufen. Die mutmaßliche Brandausbruchsstelle liegt mitten in einem Waldstück, abseits von Zufahrtswegen. Zwei Angehörige der örtlichen Feuerwehren wurden bei den Löscharbeiten leicht verletzt. Der Sachschaden wird auf einen niedrigen vierstelligen Betrag geschätzt. Mit Informationen von dpa