Drei Wochen nach Unglück: Zehnte und letzte Leiche nach Lawinenabgang am Broad Peak geborgen
Ende Juli wird eine Gruppe um einen Extremsportler bei einer Expedition am Achttausender Broad Peak in Pakistan von einer Lawine überrascht. Alle zehn Bergsteiger kommen ums Leben. Die Bergung der Leichen kann jetzt erst abgeschlossen werden. Rund drei Wochen nach dem Tod von zehn internationalen Bergsteigern um den bekannten Extremsportler Nirmal Purja bei einem Lawinenunglück im Norden Pakistans ist die letzte Leiche geborgen worden. Die sterblichen Überreste einer US-Amerikanerin seien zum Basislager des Broad Peak transportiert worden, teilte der Alpine Club Pakistan (ACP) mit. Die Bergungsmission habe mehrere Wochen angedauert, da im schwierigen Gelände die Leichen der verunglückten Bergsteiger unter tiefem Schnee verschüttet wurden, hieß es weiter. Am 30. Juli war der Kontakt zu der Gruppe am Broad Peak - einem der Achttausender Pakistans - nach einem Lawinenabgang abgebrochen. Die zehnköpfige Expedition sei von Nirmal Purja, dem bekannten nepalesischstämmigen Alpinisten mit britischer Staatsangehörigkeit, geleitet worden, hieß es vom ACP. Purja - auch bekannt unter dem Namen Nims Dai - machte unter anderem international Schlagzeilen, nachdem er 2019 in Rekordzeit alle 14 Achttausender innerhalb von sieben Monaten erklommen hatte. 2023 wurde sein Rekord von einer Norwegerin und einem Nepalesen im Team übertroffen. Unter den toten Alpinisten sind nach Angaben des ACP insgesamt sechs Bergsteiger aus Nepal, ein Alpinist aus Pakistan, ein chinesischer Bergsteiger, eine Frau aus dem Oman sowie die nun geborgene Alpinistin aus den USA. Der Broad Peak ist der zwölfthöchste Berg der Erde und liegt im Karakorum-Gebirge auf der Grenze zwischen Pakistan und China. Die Region im hohen Norden Pakistan zieht jährlich viele internationale Bergsteiger-Expeditionen an. Im Sommer 2025 war in dem Gebirge, am Laila Peak, auch die ehemalige Biathletin Laura Dahlmeier tödlich verunglückt.