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Dresden - 17-Jähriger liefert sich wilde Verfolgungsfahrt: Erst Schüsse können ihn stoppen

Nation

Der Unfall gegen 0.45 Uhr markierte das Ende einer wilden Verfolgungsfahrt, die in Coswig ihren Anfang nahm. Dort wollte die Polizei einen Skoda Fabia kontrollieren, wie die Polizeidirektion Dresden gegenüber TAG24 bestätigte.

Der 17-jährige Fahrer gab jedoch Gas und flüchtete in Richtung Dresden. Zwischen der Rankestraße und der Bunsenstraße geriet der mit fünf Personen besetzte Wagen ins Schleudern und prallte erst gegen einen Transporter und danach gegen weitere geparkte Fahrzeuge.

Dabei handelte es sich um einen Mercedes-Benz Sprinter, einen Fiat 500, einen Nissan Micra, einen Seat Ateca sowie einen Motorroller. Auch ein Streifenwagen wurde während des Einsatzes beschädigt.

Anschließend setzte der Skoda seine Fahrt nochmal kurzzeitig in Richtung Radebeul fort, bevor die Beamten das Auto mit gezielten Schüssen auf die Reifen stoppen konnten.

Alle fünf Insassen im Fluchtwagen wurden verletzt: Eine Frau und ein Mann (beide 18) zogen sich schwere Verletzungen zu. Der 17-jährige Fahrer und zwei weitere Insassen im Alter von 16 und 18 Jahren wurden leicht verletzt. Alle wurden zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser gebracht.

Laut Polizei war der junge Fahrer mit 0,5 Promille und ohne Fahrerlaubnis unterwegs. Zudem fuhr er mit einem nicht zugelassenen Kennzeichen. Er wurde vorläufig festgenommen.

An sämtlichen beteiligten Fahrzeugen entstanden erhebliche Schäden, teilweise bis hin zum Totalschaden.

Infolge des Einsatzes wurden die Leipziger Straße und die Bunsenstraße für den Verkehr gesperrt. Auf der Straßenbahnlinie 4 sowie den Buslinien 70 und 80 kam es zu erheblichen Verkehrseinschränkungen.

Die Beamten ermitteln nun gegen den jungen Fahrer und zum genauen Unfallhergang. Dabei wird auch die Rechtmäßigkeit der Schusswaffenanwendung geprüft.

Außerdem sucht die Polizei nach Zeugen: Wer Angaben zur Fahrweise und dem Fahrtweg des Skoda Fabia machen kann oder während der Verfolgungsfahrt gefährdet wurde, wird gebeten, sich bei der Polizeidirektion Dresden unter 0351 483 22 33 zu melden.

Erstmeldung: 7.13 Uhr; zuletzt aktualisiert: 10.30 Uhr

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