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Dritter Sieg in der Nations League Nächste Fiesta für Spanien gegen Tschechien

Sport

Lamine Yamal eröffnete in Oviedo mit seinem Führungstor in der 6. Minute die nächste spanische Fiesta. Kapitän Rodri traf noch vor der Pause. Jiri Slama (69.) konnte zwischenzeitlich für Tschechien verkürzen, der eingewechselte Mikel Merino (89.) sorgte für den 3:1-Endstand.

Spanien mit neun Änderungen in der Startelf

Die erste Machtdemonstration des Weltmeisters gab es gewissermaßen schon vor dem Anpfiff: Coach Luis de la Fuente tauschte gegenüber dem 4:1 gegen Kroatien fast das komplette Team aus. Unter anderem bekamen Stammtorwart Unai Simon, Marc Cucurella, Fermin Lopez und Mikel Oyarzabal eine Pause.

Nur Alex Baena und Lamine Yamal verblieben in der Startelf. Spaniens Jungstar hatte nach gerade einmal 55 Sekunden auch die erste Chance: Dani Olmo hebelte die tschechische Abwehr mit einem Pass in die Schnittstelle aus, Yamal stand frei vor Keeper Antonin Kinsky, legte den Ball aber knapp am Tor vorbei.

Yamal erneut mit dem Führungstor

Die Tschechen sahen sich vom Anpfiff weg tief in die Verteidigung gedrängt, dies konnte nicht lange gut gehen: Nach sechs Minuten war es erneut Olmo, der seinen Teamkollegen aus Barcelona in Szene setzte: Yamal bekam den Ball in seiner Lieblings-Position am rechten Strafraumeck, diesmal passte der Schuss genau, schlug oben im langen Eck ein.

Yamal besorgte damit auch im dritten Nations-League-Spiel der Saison die frühe Führung für die Spanier - schon gegen England und gegen Kroatien hatte er jeweils in der Anfangsphase getroffen. Olmo hätte zwei Minuten nach der Führung fast das 2:0 nachgelegt, sein Schuss aus knapp zehn Metern blieb aber an Keeper Kinsky hängen.

Spanien zeigte druckvolles Pressing und enorme Spielfreude. Die Tschechen waren voll damit beschäftigt, den Laden hinten dicht zu halten. Die Spanier erspielten sich aber weiter Chancen nach Belieben. Aymeric Laporte setzte einen Kopfball knapp über die Latte (28.), dann wirbelten Rodri und Pedri die tschechische Abwehr mit einer Traum-Kombination durcheinander: Olmo hatte freie Bahn, aber Kinsky verhinderte den zweiten Gegentreffer mit einem Super-Reflex (33.).

Zwei Minuten später war Tschechiens Keeper dann doch geschlagen: Rodri leitete seinen Treffer selbst mit einem schnellen Antritt ein, legte quer zu Pedri, bekam den Ball nach dem Klärungsversuch von Ladislav Krejci wieder zurück und jagte ihn unter die Latte.

Die Tschechen waren mit dem 0:2 zu diesem Zeitpunkt gut bedient. Alex Baena hätte zwei Minuten später fast einen weiteren Treffer nachgelegt. Aber Kinsky, schon zu diesem Zeitpunkt der beste bei den Tschechen, parierte erneut stark.

Baena durfte dann ebenso wie Yamal in der Kabine bleiben. Mit Yeremy Pino und Victor Munoz kam eine neue Flügelbesetzung. Munoz nahm auch sofort Fahrt auf, hatte die erste dicke Chance nach Wiederanpfiff, Kinsky durfte sich erneut auszeichnen.

Tschechien mit em überraschenden Anschlusstreffer

Die Spanier dosierten jetzt etwas das Tempo - wenn sie hochschalteten, gab es aber gleich wieder Alarm vor dem tschechischen Kasten: Fermin Lopez, ebenfalls eingewechselt, schickte einen Traum-Pass an den Fünfmeterraum, Munoz legte noch einmal quer, Oyarzabal-Ersatz Roberto Fernandez rutschte Zentimeter am Ball und am wahrscheinlichen dritten Treffer vorbei (68.).

Dafür kamen die Tschechen im Gegenzug überraschend zum Anschlusstreffer. Spaniens Abwehr zum ersten Mal nachlässig, Adam Hlozek legte den Ball mit viel Übersicht in den Lauf von Jiri Slama, der mit einem platzierten Schuss ins rechte Eck traf.

Auf einmal Spannung in der Schlussphase - bis Mikel Merino kommt

Die Tschechen bekamen auf einmal mehr Zutrauen - und waren dem Ausgleich plötzlich ganz nahe: Nach einem Freistoß klatschte Spaniens Keeper David Raya eine Bogenlampe nach vorne weg - genau vor die Füße von Ryan Naderi, der den Ball über die Linie drückte. Doch Schiedsrichter Vassilis Fotias hatte in der Entstehung des Treffers ein Foul an Robin Le Normand gesehen, der von einem Tschechen festgehalten wurde - es blieb bei Spaniens Führung. Kapitän Krejci beschwete sich heftig und sah dafür Gelb. Dies hatte Folgen: Fünf Minuten vor Schluss langte Krejci gegen Fernandez hin und musste mit Gelb-Rot vom Platz.

In der Schlussminute machte der eingewechselte Merino dann das, wofür er bei "La Roja" bekannt ist: Nachdem Munoz nach einem Sololauf erneut an Kinsky scheiterte, traf Spaniens Joker vom Dienst im Nachsetzen zum 3:1 und beseitigte alle Rest-Zweifel am Sieg des Weltmeisters.

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