Drohen gewaltsame Proteste wie in Frankreich? Das sagt Bremens Polizei
Auf Social Media wird für den 31. Oktober zu Protest-Aktionen in deutschen Städten aufgerufen – auch in Bremen. Eine offizielle Demo-Anmeldung liegt den Behörden noch nicht vor.
Der Aufruf in sozialen Netzwerken zu einem bundesweiten Protesttag wird von den Sicherheitsbehörden beobachtet – insbesondere mit Blick auf die gewalttätigen Ausschreitungen in Frankreich. Auch die Polizei in Bremen stellt sich auf einen möglichen Einsatz ein.
"Wir haben das gesehen", bestätigte eine Sprecherin der Bremer Polizei. Es werde geprüft, was in der Stadt passieren könnte, und dann würden entsprechende Vorbereitungen getroffen. Laut Innenressort liegt noch keine Anmeldung für eine Demo in Bremen vor. Daher gibt es von offizieller Seite auch noch keine Infos über mögliche Teilnehmerzahlen.
Sorge vor Ausschreitungen
"Protest für die Welt" heißt es auf einem Plakat, auf dem auch Bremen genannt wird. Darauf steht zudem "Gen Z regelt das" – als Gen Z wird die Generation der etwa 15- bis 30-Jährigen bezeichnet. Dazu Fahnen von Deutschland, Palästina und Frankreich. Ein Mitinitiator sagte der Nachrichtenagentur dpa, dass es um Bildung, bezahlbares Leben und gegen die Wehrpflicht gehe. Es solle eine friedliche Demonstration sein.
Die Aufrufe werden in anderen Teilen Deutschlands bereits mit Sorge beobachtet. Ein Berliner Polizeisprecher sagte, dass Schülerproteste gezielt für andere Interessen genutzt werden könnten. Aus Hessen hieß es bereits, dass die Polizei stark aufgestellt sein wird.