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Drohne neben ukrainischer Frachtmaschine: Generalstaatsanwaltschaft ermittelt

Technologie

von MDR SACHSEN

Stand: 05.08.2026 14:20 Uhr

Am Flughafen Leipzig/Halle ist in der Nacht zu Mittwoch eine Drohne in der Nähe eines ukrainischen Frachtflugzeugs gesichtet worden. Das sagte ein Nato-Sprecher. Die Polizei habe das Fluggerät gesichert.

Die Ermittlungen zum Drohnen-Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle laufen in sächsischer Regie bei der Generalstaatsanwaltschaft in Dresden, die um Hinweise bittet. Die Drohne habe eine "unbekannte Sprengvorrichtung" getragen, die entfernt werden konnte, hieß es. Ein Mitarbeiter des Flughafens habe das Flugobjekt innerhalb des Sicherheitsbereichs gefunden.

Bisher noch kein Vorfall mit zündfähiger Drohne bekannt

Sollte die Drohne tatsächlich zündfähig gewesen sein, wäre dies laut ARD-Terrorismusexperte Holger Schmidt in Deutschland in dieser Form ein Novum.

Der Vorfall sorgte für erhebliche Einschränkungen im Frachtflugverkehr. Es habe einen größeren Einsatz der Bundespolizei und der sächsischen Landespolizei gegeben, bestätigte eine Sprecherin der Bundespolizei am frühen Mittwochmorgen MDR SACHSEN. Zeitweise war der Flughafen gesperrt worden.

DHL-Maschine beim Durchstarten beschädigt

Ein Sprecher der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung bestätigte MDR SACHSEN, dass eine Frachtmaschine der DHL, die deshalb nicht landen konnte, beim Durchstarten in Leipzig/Halle in der Luft mit etwas zusammengestoßen sei. Die Maschine landete sicher in Hannover. Die BfU untersuche den Vorfall deshalb nicht, hieß es.

Südbahn weiter gesperrt

Sprecher Olaf Hoppe von der Polizeidirektion Leipzig der Landespolizei sagte MDR SACHSEN, nach zwei Stunden Sperrung sei der Flugbetrieb auf der Start- und Landebahn Nord wieder aufgenommen worden.

Die Südbahn ist demnach weiterhin gesperrt. Ein Passagierflug und 19 Frachtmaschinen mussten in der Nacht umgeleitet werden.

Behinderungen bis in die Morgenstunden

Die Passagiermaschine der Fluggesellschaft Marabu landete aus Palma de Mallorca kommend zunächst am Flughafen Nürnberg. In der Nacht erreichte sie dann Leipzig, wie aus Daten des Flugverfolgungsdienste Flightradar24 hervorgeht.

Demnach war der Frachtverkehr am DHL-Hub ab etwa Mitternacht erheblich behindert. Geplante Abflüge verzögerten sich bis in die Morgenstunden. Der Logistikkonzern wollte sich nicht konkret zu den Auswirkungen in der Nacht oder zu Mehrkosten durch die Umleitungen äußern. Ein Sprecher bestätigte lediglich einen "Vorfall" im Umfeld des Flughafens, der von den Behörden untersucht werde.

MDR (lam/ggr)/dpa

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