Drohnen-Alarm in Omsk - 2500 Kilometer von Front entfernt
Die sibirische Großstadt liegt rund 2500 Kilometer von der ukrainisch-russischen Front entfernt. Anwohner wurden unter anderem über Texttafeln im Fernsehen vor „unbemannten Luftfahrzeugen“ über der Stadt und der Region gewarnt. Die Bewohner der Stadt teilten Videos, die eine über Omsk fliegende Drohne zeigten. Der Telegram-Kanal „SuperNova“ veröffentlichte weitere Aufnahmen, die von Augenzeugen gemacht wurden. Ziel war größte Öl-Raffinerie Russlands Laut dem Nachrichtenportal Militarnyi waren die Drohnen auf dem Weg zur Ölraffinerie von Omsk, der größten Russlands. In der Anlage werden pro Jahr mehr als 20 Millionen Tonnen Rohöl verarbeitet. Bis Ende Juni waren nur zwei der nach Raffineriekapazität größten Anlagen Russlands noch nicht von der Ukraine ins Visier genommen worden. Eine davon ist die Ölraffinerie Omsk. Darüber, ob die Anlage nun getroffen wurde, gibt es bisher keine einstimmigen Berichte. Zwei Angriffsdrohnen nutzt die Ukraine für Angriffe Die Drohnen, welche die Ukraine für die Angriffe in Russland nutzt, werden von Fire Point gebaut: Die FP-1 und die FP-2. Beide Systeme sind laut Unternehmen für Einsätze gegen Bodenziele bei Tag und Nacht geeignet. Die FP-1 erreicht dabei eine Reichweite von rund 2600 Kilometern, kann bis zu sieben Stunden in der Luft bleiben und 60 Kilogramm explosive Zuladung transportieren. Die FP-2 ist stärker auf den Fronteinsatz ausgelegt, trägt bis zu 105 Kilogramm, fliegt rund 200 Kilometer weit und bleibt bis zu zweieinhalb Stunden in der Luft. Neben den beiden Angriffsdrohnen baut Fire Point auch den Marschflugkörper FP-5 „Flamingo“. Dieser kann Bodenziele mit festen Koordinaten in einer Entfernung von bis zu 3000 Kilometern treffen und eine Kampfnutzlast von bis zu 1150 Kilogramm transportieren.