Drohnen gegen Iran ein – „Erhebliche Eskalation“
Das US-Militär hat erneut Ziele im Iran angegriffen. Dabei seien unter anderem iranische Luftabwehrsysteme und Radarstationen ins Visier genommen worden, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom im Onlinedienst X mit. Das Ziel sei gewesen, die Fähigkeit des Iran einzuschränken, Handelsschiffe in der Straße von Hormus anzugreifen. Es ist bereits die vierte Angriffswelle der USA, seit die Feindseligkeiten in der Nacht zu Mittwoch wieder aufflammten. Gegen 5 Uhr morgens erklärten die USA die Angriffe für beendet. Der Iran hat die jüngsten Angriffe der USA verurteilt. Diese hätten alle diplomatischen Bemühungen der vergangenen Monate zunichte gemacht, erklärte das iranische Außenministerium in der Nacht zum Montag. Die USA hätten zudem „eine Rückkehr der Unsicherheit in der Straße von Hormus sowie Störungen der internationalen Handelsschifffahrt verursacht“. Innenministerium: Sirenenalarm in Bahrain Inmitten der erneuten Eskalation ist auch in Bahrain am Montagmorgen nach Angaben des Innenministeriums Sirenenalarm ertönt. Die Menschen würden aufgefordert, Ruhe zu bewahren und sich zum nächstgelegenen sicheren Ort zu begeben, erklärte das Innenministerium weiter im Onlinedienst X. Die iranischen Revolutionsgarden haben nach Angaben von Staatsmedien US-Militärziele und -stützpunkte in Jordanien, Kuwait und Bahrain angegriffen. Die staatliche Nachrichtenagentur Irna zitierte am Montag mehrere Erklärungen der Revolutionsgarden, wonach die Revolutionsgarden einen Luftwaffenstützpunkt in Jordanien, ein US-Drohnenkommandozentrum in Bahrain und Stützpunkte in Kuwait angegriffen hätten. Ölpreis schießt nach oben Der Ölmarkt reagierte mit einem Preissprung auf die neuen wechselseitigen Angriffe. Die Ölsorte Brent notierte am Montagmorgen 4 Prozent höher bei 79,06 Dollar je Barrel. Bereits vergangene Woche hatte sich die Nordsee-Ölsorte um 5,4 Prozent verteuert. Das Barrel West Texas Intermediate kostete 74,39 Dollar und damit 4,2 Prozent mehr als am Freitag.