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Drohnen zerstören Putins wichtigsten Öl

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Angriff auf Russlands Wirtschaft: Ukrainische Drohnen zerstören Putins wichtigsten Ölhafen

Von: Clara Dzemla

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Die Ukraine hat den russischen Ostseehafen Ust-Luga angegriffen. Der Angriff schwächt Russlands Wirtschaft angesichts der Angriffe im Schwarzen Meer dramatisch.

Kiew/Ust-Luga – Die Ukraine hat in der Nacht zum Dienstag (1. September) den russischen Ostseehafen Ust-Luga angegriffen. Das berichtete der Gouverneur der Region auf Telegram. Laut Kyiv Independent gilt der Hafen westlich von St. Petersburg in der Region Leningrad als einer der wichtigsten Umschlagplätze für russisches Rohöl und Ölprodukte. Der Angriff ist Teil einer gezielten ukrainischen Kampagne gegen die russische Öl-Wirtschaft. Ziel ist es, Russlands Exporteinnahmen zu schwächen.

Nach den Angaben des Gouverneurs hat die russische Luftabwehr bei dem Angriff in der Nacht 52 Drohnen über der Region abgefangen. Die russische Luftabwehr berichtete Kyiv Independent zufolge von 17 abgefangenen Drohnen im Bereich des Hafens Ust-Luga. Auf Telegram kursierende Videos zeigen ein Feuer im Hafen. Das genaue Ausmaß der Schäden war zunächst unklar. Der Gouverneur der Region gab gegen 9:30 Uhr lokaler Zeit auf Telegram Entwarnung: „Der durch einen Drohnenangriff im Hafen von Ust-Luga entstandene Brand wurde gelöscht. Es gibt keine Verletzten.“

Ukrainische Angriffe auf Ust-Luga schränken Russlands Wirtschaft dramatisch ein

Die ukrainische Armee hatte Ust-Luga bereits im März und April dieses Jahres mehrfach angegriffen. Zuletzt traf eine ukrainische Drohne am 14. August zwei Verarbeitungsanlagen und löste einen Brand aus. Der Generalstab der Ukraine bestätigte diesen Angriff laut Kyiv Independent. Ust-Luga spielt für Russland laut der Zeitung eine wichtige wirtschaftliche Rolle. Der Hafen dient als zentraler Knotenpunkt für den Export von Rohöl und Ölprodukten an der Ostsee und trägt erheblich zu den Staatseinnahmen bei.

Ust-Luga gewann in letzter Zeit auch aufgrund der anhaltenden Kriegshandlungen im Schwarzen Meer an Bedeutung. Dort griff die Ukraine im Juli den Hafen Noworossijsk am Schwarzen Meer an. Infolge der Angriffe im Juli wurden dort in den ersten beiden Augustwochen nach einem DW-Bericht 30 Prozent weniger Öl umgeschlagen als im Vorjahreszeitraum. Noworossijsk ist Russlands größter Handelshafen, gemessen am Güterumschlag.

Der Energieanalyst Isaak Levi vom Forschungsinstitut CREA sagte damals gegenüber DW, dass Russland aufgrund der ukrainischen Angriffe zunehmend Lieferprobleme bekäme. Eine sichere Durchfahrt durch das Schwarze Meer sei für niemanden garantiert. Die wegfallenden Liefermengen ließen sich zwar umleiten, aber nur teilweise. Damals nannte er Ust-Luga als möglichen Ersatzhafen für Noworossijsk. Durch die wiederholten Angriffe gerät nun auch diese Alternative unter Druck. Russland verliert damit zunehmend seine Möglichkeiten, Öl auf dem Weltmarkt zu verkaufen. (Quellen: Kyiv Independent, DW, Moscow Times) (cdz)

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