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Drohnenangriff legt russisches Rechenzentrum lahm

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Putins Kriegskasse in Bedrängnis: Kiews Drohnen-Beschuss trifft Russlands „Google“

Von: Felix Busjaeger

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Ukrainische Drohnen treffen Yandex – Russlands größtes Rechenzentrum brennt. Ein kreml-naher Blogger prophezeit den Kollaps von Russlands Wirtschaft für 2027.

Kiew/Moskau – In der Nacht zum 8. Oktober 2026 griffen ukrainische Drohnen das Sasta-Maschinenbauwerk im russischen Sasovo, Oblast Rjasan, an. In dem Industriekomplex befindet sich nach Angaben der OSINT-Gruppen Exilenova+ und ASTRA das größte Rechenzentrum des russischen Technologiekonzerns Yandex. Auf dem Gelände brach nach dem Angriff auf Russlands Wirtschaft ein Großbrand aus. Yandex bestätigte anschließend einen „Vorfall“ sowie Stromversorgungsprobleme in seiner „Verfügbarkeitszone ru-central1-b“. Laut Unternehmensangaben begannen die Störungen gegen 1:31 Uhr; rund 40 Minuten später war die Lage noch immer nicht stabilisiert.

Betroffen waren von den Auswirkungen des Angriffs auf Russlands Wirtschaft Computing-Kapazitäten, Netzwerke, Datenspeicher, Datenbanken, Kubernetes-Plattformen, Cloud-Dienste, KI-Anwendungen sowie Sicherheits- und Monitoring-Systeme. Yandex warnte Kunden, Dienste vorübergehend in andere Zonen zu verlagern. Einen Zusammenhang mit dem gemeldeten Drohnenangriff stellte der Konzern öffentlich nicht her. Ob das Rechenzentrum, das Werk selbst oder beide Anlagen das eigentliche Ziel des Angriffs waren, blieb zunächst unklar.

Angriff auf Russlands Wirtschaft: Sanktionierter Rüstungszulieferer Sasta und moderne Server-Infrastruktur

Das Sasta-Werk ist kein gewöhnliches Industrieziel. Das Unternehmen produziert CNC-Metallbearbeitungsmaschinen mit hoher Präzision und beliefert Russlands Rüstungs-, Luft- und Raumfahrt- sowie Schwerindustrie, unter anderem Einrichtungen des staatlichen Raumfahrtkonzerns Roscosmos. Kanada, die Schweiz, die EU, Großbritannien, Australien, Neuseeland, die USA und Japan haben das Unternehmen mit Sanktionen belegt. Großbritannien stufte Sasta bereits 2024 wegen seiner Rolle in Russlands Rüstungssektor als sanktionswürdig ein. Das Rechenzentrum in Sasovo beschrieb der Gouverneur von Rjasan, Pavel Malkov, im Jahr 2022 als Hochleistungsanlage mit Zehntausenden Servern, die Anfragen quer durch alle Yandex-Dienste verarbeiten.

Mitten im Ukraine-Krieg: Kiews Tiefschläge gegen Raffinerien und strategische Ziele

Der Angriff auf das Yandex-Rechenzentrum fügt sich in eine breitere ukrainische Strategie der Tiefschläge gegen russische Infrastruktur ein. Kiew hat nach eigenen Angaben mehr als die Hälfte von Russlands Ölraffinierungskapazität zerstört; eine unabhängige Bestätigung dieser Zahlen liegt derzeit nicht vor. „51 Prozent der getroffenen Raffineriekapazität ist ein erheblicher Schlag gegen die Wirtschaft des Feindes, gegen seine Fähigkeit, Aggression zu betreiben und seine Truppenverbände zu versorgen“, erklärte der ukrainische Verteidigungsminister Yevhenii Khmara zuletzt.

„Unsere Tiefschläge bringen den Krieg weiter auf russisches Territorium.“ Selbst Kremlchef Wladimir Putin räumte die wirtschaftlichen Folgen ein: „Sie haben begonnen, Ölraffinerien anzugreifen und offen erklärt, unserer Wirtschaft schaden zu wollen. Haben sie ihr Ziel erreicht? Teilweise“, sagte Putin beim Waldai-Forum.

Russlands Wirtschaft unter Druck: Russischer Militärblogger warnt vor Kollaps

Dass die russische Wirtschaft unter erheblichem Druck steht, bestätigen inzwischen auch Stimmen aus dem Umfeld staatstreuer russischer Blogger. Maxim Kalaschnikow warnte öffentlich, die Wirtschaft könne bei Fortführung des Krieges bereits 2027 kollabieren. „Komm schon, all dieser Unsinn, dass wir 20 Jahre kämpfen können… Nein, das können wir nicht. Es ist bereits klar, dass wir am Ende des Weges sind. Wenn wir weiter kämpfen, wird die Wirtschaft 2027 zusammenbrechen. Du wirst den Sieg nicht näherbringen – du wirst ihn weiter wegschieben“, sagte Kalaschnikow.

Er warnte zudem vor möglichen Strom- und Wasserausfällen selbst in Moskau. „Moskau könnte auch mit Stromausfällen und Unterbrechungen der Wasserversorgung konfrontiert werden, unter anderem. Sie verstehen, nichts Gutes wird dabei herauskommen“, so Kalaschnikow.

CIA-Warnung vor sowjetischem Kollaps-Szenario

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