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Drohneneinheit aus Ukraine schlägt US-Truppen bei Übung in Deutschland

Welt

Manöver in Deutschland Ukrainische Einheit schlägt US-Truppen in Übung Von t-online 13.08.2026 - 10:53 UhrLesedauer: 2 Min. Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00 Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Die Ukraine erteilt US-Truppen auf dem Übungsplatz eine Lehre im Drohnenkampf. Das befeuert auch eine strategische Debatte in Deutschland. Eine ukrainische Drohneneinheit hat offenbar Truppen der 3. US-Panzerbrigade bei einem Manöver auf einem Truppenübungsplatz geschlagen. Das berichtet die Zeitung "Wall Street Journal" und merkt an: "Das Manöver – und die US-Verluste im Iran – verdeutlichen die Verwundbarkeit der USA gegenüber Drohnen; und das Jahre, nachdem die USA unbemannte Systeme zu einem wesentlichen Bestandteil der Kriegsführung gemacht haben." Die Ukraine gilt weltweit führend im Einsatz von Drohnen. So war im Frühjahr bekannt geworden, dass zehn ukrainische Drohnenkämpfer bei einem Nato-Manöver in Estland ein ganzes Bataillon der Allianz außer Gefecht gesetzt hatten. Die Übung fand laut "Wall Street Journal" im April und Mai in Deutschland statt. Für das Manöver unter dem Namen "Combined Resolve" – Gemeinsame Lösung – waren rund 3.500 Kräfte der 3. US-Panzerbrigade aus Fort Cavazos in Texas in die Bundesrepublik verlegt worden. In der Übung zeigte sich die Panzereinheit aber machtlos gegen die technologisch überlegene Drohneneinheit aus der Ukraine. Eliot A. Cohen vom Center for Strategic and International Studies (CSIS), einer Forschungseinrichtung in Washington, sagte dem "Wall Street Journal": "Es ist entscheidend, dass das US-Militär die neue Technologie beherrscht – doch bislang scheint dies leider nicht der Fall zu sein." Debatte auch in Deutschland Die technologische Stärke der Ukraine im Verteidigungskrieg gegen Russland führte auch in Deutschland zu einer Strategiedebatte. Ökonomen wie Moritz Schularick vom Institut für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel kritisieren die Beschaffungspolitik von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD). Sie fordern mehr Investitionen in Innovation statt Panzerstahl. "Wir haben viel Kapital, viel industrielles Know-how und in Teilbereichen auch immer noch hochmoderne Technologien", sagte Schularick mit Blick auf Deutschlands Stärken. "Was wir nicht haben, sind Hunderttausende Menschen, die in Panzer steigen und an die Front fahren möchten. Das heißt: Statt auf mehr Soldaten, mehr bemannte Fahrzeuge und mehr Kasernen müssen wir – wo immer möglich – auf KI, Robotik, Drohnen und Satellitentechnik setzen." Schularick gehörte im Frühsommer zu einer Reihe von Ökonomen, die in einem Strategiepapier aufzeigten, wie sich Europa angesichts steigender Wehretats rasch von der US-Dominanz in der Rüstungstechnologie lösen könnte. Unter anderem monieren die Studienautoren eine europäische Zersplitterung: "Europa betreibt 14 verschiedene Panzertypen, 15 verschiedene Kampfjets und unterschiedliche Kommandosysteme. Diese Fragmentierung vernichtet Skaleneffekte: Europa erzielt laut einer Studie der Stiftung Wissenschaft und Politik 30 bis 40 Prozent weniger Fähigkeiten pro investiertem Euro als ein konsolidierter Staat."

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