Droht S04 ein brisantes Bosse-Beben? Reaktion nach Umsturz-Gerüchten beim FC Schalke 04
Die für den kommenden Samstag angesetzte Mitgliederversammlung beim FC Schalke 04 wirft ihre Schatten voraus. Zuletzt hatte der Schalker Fanclub-Verband (SFCV) mit der ersten Wahlempfehlung seiner Geschichte für Aufsehen gesorgt und sich gegen Aufsichtsratschef Axel Hefer sowie das bisherige Gremiumsmitglied Holger Brauner ausgesprochen. Als "Umsturzversuch" solle man dies aber nicht werten. "Der SFCV hat alle vier Kandidaten für die Aufsichtsratswahl eingeladen und mit allen persönliche Gespräche geführt. Im Anschluss wurde eine Wahlempfehlung für zwei Kandidaten ausgesprochen", erläuterte der Verband, dem rund 25.000 S04-Mitglieder angehören, auf seinem WhatsApp-Kanal die Entscheidung: "Eine Wahlempfehlung ist weder eine Abwahl noch ein Misstrauensvotum gegenüber den amtierenden Mandatsträgern." Mit der Wahlempfehlung sprach sich der Verband für die Herausforderer Malte Stuckmann und Michael Esken aus - und damit gegen Aufsichtsratschef Axel Hefer sowie das bisherige Gremiumsmitglied Holger Brauner. Die vereinsnahe "WAZ" schreibt, es ziehe auf Schalke durch den Schritt des Fanverbands "ein heftiges Gewitter am Horizont" herauf. "Umsturzgedanken" verneint der SFCV jedoch deutlich. Die Wahlempfehlung stelle "keinen Versuch dar, einen Umsturz herbeizuführen", heißt es: "Vielmehr gibt der SFCV seinen Mitgliedern eine Einschätzung, welche Kandidaten aus den Gesprächen heraus die besten Voraussetzungen für eine konstruktive Zusammenarbeit im Aufsichtsrat mitbringen. Die Entscheidung über die Besetzung des Aufsichtsrates treffen ausschließlich die Mitglieder des FC Schalke 04 auf der Mitgliederversammlung." "Der SFCV respektiert alle Kandidaten, die bereit sind, Verantwortung für unseren Verein zu übernehmen. Unterschiedliche Auffassungen gehören zu einer demokratischen Wahl. Umso wichtiger ist es, dass die Diskussion sachlich und auf der Grundlage überprüfbarer Fakten geführt wird", legte man in der Stellungnahme nach. Hefer, der seit 2021 im Amt ist, werden demnach nicht nur seine zahlreichen Fehlentscheidungen im sportlichen Bereich in dieser Zeit vorgeworfen, sondern auch seine Nähe zu den Schalker Ultras. Dass der Aufsichtsrat einen Antrag auf Satzungsänderung von einem Ultra-Vorsänger zuließ, soll das Fass beim SFCV zum Überlaufen gebracht haben. In dem Antrag wird gefordert, dass der SFCV seinen festen Sitz im Aufsichtsrat verliert. Stattdessen soll zukünftig ein Gremium, in dem auch Ultras sitzen sollen, den Fanvertreter für das Kontrollorgan des Vereins bestimmen.