Dschibuti: 139 Tote bei Bootsunglück auf dem Weg in den Jemen
"Verheerender Verlust"
Boot mit Hunderten Menschen gekentert – 139 Tote
Von t-online, ast
12.10.2026 - 12:36 UhrLesedauer: 2 Min.
Vor der Küste Dschibutis ist ein Boot mit mehr als 300 Migranten gekentert. Mindestens 139 Menschen starben, darunter 15 Kinder. Dutzende werden vermisst.
Bei einem schweren Bootsunglück vor der Küste des ostafrikanischen Staates Dschibuti sind mindestens 139 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Toten sind 15 Kinder. Weitere 84 Menschen werden vermisst, wie die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Sonntag mitteilte.
Das Boot war mit 305 Menschen auf dem Weg von Dschibuti in den Jemen, als es in der Nacht zum Freitag nahe Guhere, nördlich der Hafenstadt Obock, kenterte. Nach Angaben der IOM überlebten lediglich 82 Menschen. Sie stammen alle aus Äthiopien.
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Überlebende berichteten, das Boot sei kurz nach dem Einsteigen der Passagiere mit dem Heck voran gesunken. Nach Angaben des örtlichen IOM-Leiters Alexandre Coissac war es völlig überladen.
"Das ist ein verheerender Verlust an Menschenleben", sagte Coissac. Die Behörden setzten die Suche nach Vermissten fort. Die IOM versorgt 64 Überlebende in ihrem Aufnahmezentrum in Obock medizinisch und psychologisch.
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Weltweit eine der gefährlichsten Migrationsrouten
Viele Menschen aus Äthiopien und anderen Ländern am Horn von Afrika reisen über Dschibuti in den Jemen, um von dort weiter in die wohlhabenderen Golfstaaten zu gelangen. Sie hoffen, dort Arbeit und bessere Lebensbedingungen zu finden.
Die sogenannte östliche Migrationsroute gehört zu den gefährlichsten der Welt. Nach Angaben der IOM starben dort allein im vergangenen Jahr mehr als 900 Menschen oder gelten seither als vermisst.
Die Überfahrten dauern trotz der erneuten Eskalation der Kämpfe im Jemen an. Zugleich fliehen Tausende Menschen wegen des Konflikts in die entgegengesetzte Richtung, vom Jemen nach Dschibuti.
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