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DTM-BoP Nürburgring: Wird der Porsche erneut auf den Geraden "gefressen"?

Sport

(Motorsport-Total.com) - Der Nürburgring (alle Infos zu TV-Zeiten, Stream etc.) wird in Hinblick auf den DTM-Titelkampf ein Schlüsselwochenende: Haben die Verfolger von Ferrari, Ford, BMW und McLaren noch eine Chance, das Spitzenquartett einzuholen, oder machen die zwei Mercedes-AMG-Piloten Maro Engel und Lucas Auer, Aston-Martin-Pilot Nicki Thiim und Porsches Ex-Meister Thomas Preining den Titelkampf untereinander aus? Das wird auch von der Balance of Performance (BoP) abhängen. Aber wie wurden die Fahrzeuge eingestuft? Der Mercedes-AMG GT3 bleibt im Vergleich zu Oschersleben unverändert, wird allerdings - der Papierform nach - besser eingestuft als im Vorjahr in der Eifel. Das ist aber darauf zurückzuführen, dass das Motorenmapping für die Saison 2026 weniger Leistung bietet. Der Frontmotor-Bolide ist um zehn Kilogramm leichter als bei der finalen Nürburgring-BoP 2025, mit der Auer und Engel die Plätze drei und vier belegten. Zudem ist der Restriktor um 0,5 Millimeter größer. Das Auto sollte also konkurrenzfähig sein. Aston Martin deutlich schlechter eingestuft als 2025 Der Aston Martin von Titelkandidat Thiim erhält etwas weniger Ladedruck als am Sonntag in Oschersleben, als dem Auto nach dem schwierigen Auftakt deutlich geholfen wurde. Im Vergleich zum Vorjahr auf dem Nürburgring ist der Vantage allerdings deutlich schlechter eingestuft. Er ist nicht nur um zehn Kilogramm schwerer und hat einen um 0,02 ungünstigeren Lambda-Wert, was sich auf die Leistung auswirkt, sondern erhält viel weniger Ladedruck: Im ganz niedrigen Drehzahlbereich sogar um fast 0,19 bar, im mittleren bis hohen Bereich um rund 0,1 bar. Das Comtoyou-Team war allerdings im Vorjahr weder fahrerisch noch technisch so gut aufgestellt wie 2026 - und Gilles Magnus mischte am Sonntag mit Startplatz drei und Rang sieben im Rennen vorne mit. Erneutes Topspeed-Problem für den Porsche? Der Porsche des Oschersleben-Dominators Preining ist ebenfalls ähnlich eingestuft wie auf dem Kurs in der Magdeburger Börde, allerdings mit fünf Kilogramm mehr Ballast an Bord. Im Vergleich zu 2025 ist das Auto hingegen um fünf Kilogramm leichter, dafür erhält man einen um 1,5 Millimeter kleineren Restriktor, der nun nur noch 41,5 Millimeter Durchmesser hat. Bereits im Vorjahr klagte Preining am Nürburgring über den Topspeed und meinte, er werde auf den Geraden "gefressen" - und mit dem Evopaket des 911 GT3 R war die Topspeed-Schwäche zuletzt eklatant. Es wäre also nicht überraschend, wenn der Porsche im Zweikampf erneut Schwierigkeiten hat. Weniger Ladedruck für BMW als in Oschersleben Wie die Verfolger eingestuft wurden? Der BMW ist wegen des 2026 eingeführten neuen Turboladers kaum mit dem Vorjahresauto vergleichbar. Im Vergleich zur BoP am Oschersleben-Sonntag, als das Auto auf der "Angststrecke" konkurrenzfähig war, wurde der Ladedruck deutlich reduziert - im mittleren Bereich um bis zu 0,08 bar. Zudem ist das Auto um zehn Kilogramm schwerer als in Oschersleben und im Vorjahr auf dem Nürburgring. Der Ferrari 296 GT3 Evo ist, was den Ladedruck angeht, ähnlich eingestuft wie in Oschersleben, das Emil-Frey-Team darf allerdings zehn Kilogramm aus der Gewichtskiste nehmen. Im Vergleich zu 2025 wurde der Ladedruck im ganz niedrigen Bereich um satte 0,47 bar reduziert. Im restlichen Drehzahlband fällt er ähnlich aus wie im Vorjahr. Der Ford Mustang GT3 Evo muss beim HRT-Heimspiel deutlich Haare lassen: Im Vergleich zur Angststrecke Oschersleben, auf der Arjun Maini starker Fünfter war, wird der Restriktor um einen Millimeter verkleinert und das Gewicht um zehn Kilogramm erhöht. 25 Kilogramm mehr Gewicht und weniger Leistung bei Ford Besonders heftig fällt aber der Vergleich mit 2025 aus: Das Auto, das damals noch ohne Evo-Paket eingesetzt wurde, ist um 25 Kilogramm schwerer und hat einen um einen Millimeter kleineren Restriktor. Erstmals seit einiger Zeit wurde diesmal auch die BoP des Lamborghini Temerario GT3 wieder angefasst: Nach dem vermeintlichen Oschersleben-Sieg - Mirko Bortolotti wurde im Nachgang disqualifiziert - wird der neue Bolide um fünf Kilogramm schwerer und erhält im mittleren Bereich um 0,02 bar weniger Ladedruck.

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