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DTM-Qualifying Nürburgring 2: "Mamba" beißt zu, Thiim schlägt zurück!

Sport

(Motorsport-Total.com) - Tag der Revanche bei der DTM am Nürburgring: Winward-Mercedes-Pilot Jules Gounon, der bisher eine schwierige Saison erlebt, sichert sich beim Sonntags-Qualifying bei knapp unter 20 Grad und anfänglichem Nebel seine erste Saison-Pole (Qualifying-Ergebnis). Der Franzose stellt mit 1:25.062 sogar einen neuen Rundenrekord auf, der bislang von Mirko Bortolotti aus dem Jahr 2023 stammte (1:25.118). Auf Platz zwei landete McLaren-Youngster Ben Dörr, dem 0,113 Sekunden auf den "Mamba"-Piloten fehlten. Aber wie gelang es Gounon, der nur Elfter in der Gesamtwertung ist, sich so stark zurückzumelden? "Gestern Abend nach dem Rennen habe ich mich wieder mal ordentlich beschwert. Und meine Mechaniker und mein Ingenieur haben tatsächlich ein kleines Problem mit dem Differenzial gefunden, dessen Ursache wir uns nicht erklären konnten", offenbart der 31-Jährige bei ran.de. "Heute Morgen haben wir es behoben, und das Auto fuhr sich fantastisch. Also habe ich am Funk gesagt: 'Okay Leute, wenn das nicht für Platz 5 reicht, verstehe ich den Motorsport nicht mehr'." Daher sei er auch sehr glücklich für sein Team, "denn wenn man Tag und Nacht arbeitet, um P5, P7, P10 zu fahren, ist das nicht das, wofür man unterschrieben hat." Dörr überrascht, Cairoli nach Sieg erneut im Spitzenfeld Auch Ben Dörr, dessen Teamkollegen Timo Glock (+0,670) nur auf Platz 19 landete, zeigt sich mit Platz zwei zufrieden, nachdem er im Vorjahr auf dem Nürburgring seine erste DTM-Pole geholt hatte. "Letztes Jahr von ganze vorne - das ging aber im Rennen nicht gut aus. Wir probieren es heute mal von Platz zwei, vielleicht funktioniert es von da besser", sagt er schmunzelnd bei ran.de. Auf Platz drei landete Samstag-Sieger Matteo Cairoli (+0,140). Der Fünftplatzierte in der Meisterschaft reduziert durch den Punkt für Platz drei den Rückstand in der Gesamtwertung auf 36 Punkte. Dennoch ist er nicht ganz zufrieden: "Wenn man spürt, dass man vielleicht noch ein bisschen mehr - dieses winzige bisschen mehr - herausholen könnte, es aber aus irgendeinem Grund nicht klappt, dann ist das schon ziemlich ärgerlich", sagt der Emil-Frey-Ferrari-Pilot bei ran.de, der laut eigenen Angaben im dritten Sektor - und "besonders in der letzten Kurve" Zeit liegenließ. Thiim schlägt mit der Wut im Bauch zurück Vierter wurde Comtoyou-Aston-Martin-Pilot Nicki Thiim. Der Halbzeit-Champion, der nach dem Samstagsrennen völlig frustriert war und harte Kritik an der DTM übte, meldet sich mit Platz vier im Vorderfeld zurück. Thiim, dessen Aston Martin durch eine Änderung der Balance of Performance (BoP) um zehn Kilogramm leichter ist und mehr Ladedruck erhalten hat, fehlten 0,158 Sekunden auf die Pole. Direkt hinter ihm startet DTM-Leader Maro Engel, dem auf Platz fünf 0,187 Sekunden fehlten. "Mich freut es für Jules", sagt der 40-Jährige Winward-Teamkollege von Pole-Setter Gounon bei ran.de. "Er hat gezeigt, was möglich war. Wir waren heute nicht ganz gut genug, um im Qualifying mitzuhalten - aber trotzdem ein solider Startplatz." Mercedes von DTM-Leader Engel heute um 40 Kilogramm leichter Engel, dessen Mercedes-AMG GT3 durch die geänderte BoP um 20 Kilogramm leichter ist als am Vortag, fährt heute im Rennen auch ohne Erfolgsballast. Dadurch ist sein Bolide um satte 40 Kilogramm leichter als beim Samstagsrennen. Sechster wurde Schubert-BMW-Pilot Marco Wittmann (+0,194), der sich trotz einer ebenfalls günstigeren BoP nicht ganz so stark präsentierte wie am Vortag. Der Grund? "Runde nicht zusammenbekommen", stellt der Sechstplatzierte in der Gesamtwertung klar. "Das Auto war ein bisschen nervös", sagt er. "Daher war es schwierig, alle Sektoren zusammenzubekommen." Auf Rang sieben positionierte sich mit Landgraf-Mercedes-Pilot Lucas Auer der Drittplatzierte in der Gesamtwertung. Manthey-Porsche-Pilot Thomas Preining, der am Samstag mit Platz zwei den Sprung auf Platz zwei in der Gesamtwertung geschafft hatte, steht mit einem Rückstand von 0,209 Sekunden auf Platz acht. "Ich bin super happy, die Runde war mega - und alles genau wie erwartet", sagt der Österreicher bei ran.de - und deutet damit an, dass die Einstufung des Porsche nicht ganz nach Wunsch sei. Denn während fünf Boliden besser eingestuft wurden als am Samstag, blieb die BoP beim Porsche 911 GT3 R Evo unverändert. Engelhart-Auto zurückgezogen, Reifenvorteil bei sieben Piloten Nicht am Start war Maximilian Pauls Ersatzmann Christian Engelhart, dessen Grasser-Lamborghini nach der Kollision mit Thierry Vermeulen beim Samstagsrennen nicht einsatzfähig war. Der Starnberger wird auch am Rennen nicht teilnehmen, weshalb das Feld aus 20 Boliden besteht. Spannend wird am Sonntag wie immer der Reifenpoker: Denn da am Samstag zahlreiche Piloten das Rennen bereits vor dem ersten Boxenstopp beendeten, haben sie einen unbenutzten Reifensatz zur Verfügung - und auf dem Nürburgring müssen die Teams mit drei Sätzen an beiden Renntagen auskommen. Die Pneus jener Piloten, die am Samstag durchgefahren sind, sind also schon ordentlich maltretiert. Im Vorteil sind Schubert-BMW-Pilot Kelvin van der Linde (Platz neun), Landgraf-Mercedes-Pilot Tom Kalender (Platz elf), Abt-Lamborghini-Pilot Marco Mapelli (Platz 14), Grasser-Lamborghini-Pilot Mirko Bortolotti (Platz 16) und Dörr-McLaren-Pilot Timo Glock (Platz 19).

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