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DTM-Qualifying Sachsenring 1: BMW-Pole, Auer-Crash sorgt für Chaos!

Sport

(Motorsport-Total.com) - Dramatisches Samstags-Qualifying auf dem Sachsenring: Denn 2:40 Minuten vor Schuss drehte drehte sich Mercedes-AMG-Titelkandidat Lucas Auer in der achten Kurve von der Strecke und schlug mit der linken Front heftig in die Reifenstapeln ein. Auer konnte zum Glück unverletzt aussteigen, aber das Qualifying musste abgebrochen werden.

Dabei hatte bis auf Landgraf-Mercedes-Pilot Tom Kalender und Seyffarth-Audi-Gaststarter Simon Connor Primm niemand eine schnelle Runde gesetzt. Die Rennleitung legte die Restzeit des Qualifyings danach auf drei Minuten fest, was nach dem Neustart für eine hektische Schlussphase sorgte, bei der überraschend Schubert-Titelkandidat Marco Wittmann vor dem neuen DTM-Leader Thomas Preining für eine BMW-Pole sorgte (Ergebnis).

Aber wie hat Auer den Crash erlebt? "Ich habe eingelenkt und dann ein komisches Geräusch gehört - und bin dann abgeflogen", schildert er bei ran.de den Unfall in der schnellen Rechtskurve. Vorwarnung habe es keine gegeben - und das Auto habe sich davor "sogar richtig gut angefühlt", sagt er.

Mercedes-AMG findet Unfallursache bei Auer

Die TV-Bilder zeigen, dass sich der rechte Hinterreifen bereits Sekunden vor dem Anprall im Kiesbett löste. Laut Mercedes-AMG war das drauf zurückzuführen, dass die Radnabe bei Auer brach.

Auers beste Rundenzeit wurde gestrichen, weil er eine rote Flagge verursachte - weshalb er von ganz hinten starten muss. Bei Landgraf wird nun alles in Bewegung gesetzt, damit der Mercedes-AMG GT3 rechtzeitig für das Samstagsrennen repariert werden kann. Da die Boxengasse bereits um 12:50 Uhr geschlossen wird, wird Auer, der vier Rennen vor Schluss in der Gesamtwertung 25 Punkte zurückliegt, vermutlich aus der Box starten.

Wittmann von Poleposition völlig überrascht

Die Poleposition sicherte sich überraschend Schubert-BMW-Pilot Wittmann mit einer 1:17.627 vor Manthey-Porsche-Favorit Preining, dem 0,126 Sekunden fehlten. Der Österreicher übernimmt durch die zwei Punkte für Platz zwei die DTM-Führung - einen Punkt vor Winward-Mercedes-Pilot Maro Engel.

"Es ist für uns eine Überraschung", sagt Wittmann bei ran.de. Denn der Sachsenring, auf dem BMW in der DTM bisher noch keinen Podestplatz einfuhr, war "nie ein gutes Pflaster. Wir hatten eher Bauchschmerzen, hierher zu kommen."

Die Pole kam für Wittmann so überraschend, dass er seinen Renningenieur am Funk fragte, "ob er mich verarschen will". Vielleicht sei ihm auch das Chaos mit der roten Flagge "etwas entgegengekommen", spekuliert der zweimalige Champion - denn er war der erste, der nach dem Neustart auf die Strecke fuhr.

Preining hofft nach Crashes im Vorjahr auf wenig Aufregung

In der Gesamtwertung hat Wittmann jetzt Auer überholt und ist mit 23 Punkten Rückstand Vierter. Im Rennen hat er aber 20 Kilogramm Erfolgsballast vom Nürburgring-Sieg an Bord. "Das heißt: Irgendwie schauen, zu überleben", sagt er.

Auch Preining, der mit Platz zwei die starke Form beim Test und im Freien Training bestätigte, zeigte sich hochzufrieden. "Ich wäre natürlich gern ganz vorn gestanden, aber kann mich nicht beklagen - erste Reihe ist super", sagt der Manthey-Porsche-Pilot bei ran.de.

"Am Sachsenring sind die Rennen immer spannend, auch wenn es schwer ist zu überholen. Daher erhoffe ich mir natürlich, dass wir auf den Podiumsplätzen bleiben können und dass das kein zu aufregender Nachmittag wird." Der DTM-Champion des Jahres 2023 weiß nach den zwei folgenschweren Kollisionen im Vorjahr, wovon er spricht.

Engel trauert nach Rückversetzung zweiter Runde nach

Dritter wurde mit Jules Gounon (+0,289) Engels Winward-Mercedes-Teamkollege. Auf Platz vier landete mit Kelvin van der Linde (+0,389) der zweite Schubert-BMW-Pilot. Auf Rang fünf folgte Engel (+0,569), der aber als Verursacher der AMG-Kollision mit Auer auf dem Nürburgring um drei Startplätze zurückversetzt wird und von Startplatz acht losfahren muss (Startaufstellung).

"Die Runde war soweit gut", zeigt sich der 41-Jährige bei ran.de mit seiner Leistung zufrieden. "Ein bisschen schade, dass wir keine zweite Runde mehr anhängen konnten. Die Autos vor mir haben auf der Outlap alle ziemlich verlangsamt, und das hat uns am Ende eine zweite Runde gekostet. Sonst wäre vielleicht noch ein bisschen mehr drin gewesen." Das Auto fühle sich aber "gut an", was für das Rennen Hoffnung gibt.

Nächster Dämpfer für Nicki Thiim

Auf Platz fünf rückt damit Emil-Frey-Ferrari-Pilot Matteo Cairoli (+0,579) vor, der sich als Sechster in der Gesamtwertung mit 34 Punkten Rückstand ebenfalls noch realistische Titelchancen ausrechnen darf. Sechster ist Auers Teamkollege Kalender (+0,705).

Nicht nach Wunsch lief das Qualifying für den in der Meisterschaft auf Platz drei liegenden Aston-Martin-Titelkandidaten Nicki Thiim. Der Däne wurde mit 0,909 Sekunden Rückstand Zehnter. Gaststarter Primm erreichte im Seyffarth-Audi mit 1,423 Sekunden Rückstand Platz 17.

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