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Dubai: Britin droht Todesstrafe

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Monatelang in Dubai eingesperrt: Britin droht Todesstrafe – Mutter schlägt Alarm

Von: Robin Dittrich

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Die Britin Brooke George sitzt seit Monaten in Dubai in Haft – jetzt schlägt ihre Mutter Alarm. Bei einer Verurteilung droht ihr die Todesstrafe.

Dubai – Seit Monaten sitzt die 23-jährige Britin Brooke George in einer Polizeistation – allerdings nicht in ihrer Heimat. Die Station Bur Dubai in Dubai ist für sie längst kein vorübergehender Aufenthaltsort mehr. George steht in Dubai vor Gericht, weil sie im Juni 2026 einen 26-jährigen Briten mit einem Küchenmesser tödlich verletzt haben soll. Sie bestreitet den Mord und beruft sich auf Notwehr.

Laut BBC gab sie an, ihr Partner habe sie geschlagen, ihr den Pass weggenommen und sie erneut angegriffen – sie habe in Todesangst gehandelt. Die Staatsanwaltschaft Dubai bestätigte die Einleitung eines Mordermittlungsverfahrens gegen eine britische Staatsangehörige. Bei einer Anhörung Mitte Oktober 2026 sollten Zeugen der Anklage vor Gericht erscheinen – doch sie kamen nicht. Das Gericht vertagte den Prozess daraufhin auf den 28. Oktober 2026, wie die Menschenrechtsorganisation Detained in Dubai berichtet. Für Brooke bedeutet das: weitere Wochen in einer Einrichtung, die nicht für einen längeren Aufenthalt ausgelegt ist.

Inhaftierte Britin lebt offenbar unter schweren Bedingungen

Ihre Mutter Tess schlägt Alarm. Laut Detained in Dubai brennt in der Polizeistation rund um die Uhr helles Licht in allen Räumen. Schlafmittel, die Brooke angeblich zugesagt wurden, hat sie bis heute nicht erhalten. Internationale Telefonate sind ihr inzwischen verboten. Wenn sie überhaupt telefonieren darf, bricht die Verbindung nach etwa zwei Minuten ab. „Ich mache mir sehr große Sorgen um ihren Geisteszustand“, sagte Tess.

Radha Stirling, Gründerin von Detained in Dubai, beschreibt die Situation schonungslos: „Brooke leidet furchtbar. Ihre Familie beschreibt eine junge Frau, die zunehmend aufgewühlt ist, nicht schlafen kann und kaum noch kurzen Kontakt nach Hause halten kann. Für Brooke sind diese Anrufe eine Lebensader.“

Im Fall einer Verurteilung droht der Britin die Todesstrafe

Bei einer Verurteilung wegen vorsätzlichen Mordes droht Brooke George in den Vereinigten Arabischen Emiraten die Todesstrafe – in den VAE vollstreckt durch Erschießen. Menschenrechtsorganisationen wie Detained in Dubai berichten, dass das englische High Court und die Vereinten Nationen das Justizsystem der VAE wegen unfairer Verfahren und willkürlicher Inhaftierungen kritisiert haben. Stirling fordert dringend Maßnahmen: „Diese Einrichtungen waren nie für einen längeren Aufenthalt gedacht. Ihre Gesundheit kann nicht bis zur nächsten Anhörung warten.“ Das britische Außenministerium erklärte laut BBC, es stehe mit einer in den VAE inhaftierten Britin und ihrer Familie in Kontakt.

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