Durchfall und Hirnblutungen drohen: Wurst-Rückruf in 14 deutschen Bundesländern gestartet
Der Hersteller Fleischwaren Wulff GmbH und Co. KG warnt vor mehreren Rohwurstprodukten. In den Waren wurden nach Behördenangaben Shigatoxin-bildende Escherichia coli festgestellt, vom Verzehr werde deshalb dringend abgeraten.
Die Produkte wurden in insgesamt 14 Bundesländern verkauft, wie „Lebensmittelwarnung“ anfügt. Lediglich in Baden-Württemberg und dem Saarland wurden die Wurstwaren demnach nicht angeboten. Kunden sollten auf die Identifikationsnummer DE NI 12730 EU achten.
Wurst-Rückruf von Wulff betrifft auch Rewe-Kunden
Zu den neu am 15. Juli 2026 genannten Artikeln zählen unter anderem Zwiebelmettwurst in mehreren Größen, Schinken-Zwiebelmettwurst, Pfefferlinge und Streichmettwurst. „Produktwarnung“ verweist außerdem auf einen bereits am 1. Juli 2026 veröffentlichten Rückruf weiterer Chargen, darunter Bierknacker, Mettpeitschen und Schinken Pfefferlinge. Die komplette Liste finden Sie hier bei „Produktwarnung“.
Wie Rewe gegenüber CHIP bestätigte, ist auch die Supermarktkette von dem Rückruf betroffen. Verkauft wurden die Waren demnach in Filialen in folgenden Bundesländern:
Baden-Württemberg
Bayern
Bremen
Hamburg
Hessen
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Schleswig-Holstein
Die vom Rückruf betroffenen Produkte bei Rewe
Schinken-Streichmettwurst Hörnchen mit Knoblauch, 300g,
EAN: 4002049022766, Charge 622501
Schinken-Streichmettwurst Hörnchen ohne Knoblauch, 300g,
EAN: 4002049022773, Charge 622501
Deli. Zwiebelmettwurst fr, 200g, EAN: 4004878411803, Charge 622504
Bierknacker, 4x 60g, EAN: 4004878452707, Charge 622510
Schinken Pfefferlinge im Saitling, 200g, EAN: 4002049022339, Charge 622511
Zwiebelmettwurst, 150g, EAN: 4002049027525, Charge 622503
Folgender Artikel wurde bis zum 30.06.2026 über die Bedientheke angeboten:
Streichmettwurst, grob, ca. 800g, EAN: 27220207, Charge 622501
Das Mindesthaltbarkeitsdatum einzelner Produkte könne bereits überschritten sein. Der Hersteller empfiehlt die Rückgabe in den jeweiligen Verkaufsstellen und rät beim Verpacken zu Hygienemaßnahmen.
E.Coli-Bakterien können zu schwerwiegenden Gesundheitsschäden führen
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt, dass die Erreger schwere Durchfallerkrankungen auslösen können. Als mögliche Komplikation werden unter anderem das hämolytisch-urämische Syndrom, das vor allem für Kinder, ältere Menschen und abwehrgeschwächte Personen gefährlich werden kann, genannt. Auch Durchfallerkrankungen und im schlimmsten Fall sogar Hirnblutungen und Organschäden können drohen.