Dürre trifft nicht nur Bauern: Forschende fordern einen grundlegenden Umbau unserer Ernährung
Viele Felder sind ausgetrocknet, Wiesen verdorrt. Wochenlange Hitze und Trockenheit haben die Landwirtschaft an ihre Grenzen gebracht. Der Regen der vergangenen Tage kommt für die meisten Pflanzen zu spät, nur Zuckerrüben, Gras und Kräuter könnten von ergiebigen Regenfällen noch profitieren.
Der Bauernverband rechnet mit deutlichen Ernteausfällen und stuft die Lage vieler Betriebe als kritisch ein. Einbußen drohen bei Getreide, Kartoffeln, Gemüse, Mais und Sojabohnen. In einigen Regionen Süddeutschlands werden sogar Totalausfälle befürchtet.
Aktuell sind vor allem Futtermittel betroffen: Regional gibt es bereits Engpässe. Heu und Feldfutter wie Klee oder Ackergras sind teilweise Mangelware. Besonders betroffen sind Grünland- und Milchviehbetriebe, da der überregionale Transport von Futtermitteln für sie zu teuer ist. Laut dem Bundeslandwirtschaftsministerium könnten die höheren Kosten für Zukäufe Betriebe dazu zwingen, ihre Tierbestände zu reduzieren.
Auch weniger dürreerfahrene Regionen betroffen