Düsseldorfer Händler bei „Bares für Rares“ ausgeschlossen: „Darfst nicht mitbieten“
Was für ein Klunker. Selten funkelte und strahlte es bei „Bares für Rares“ so sehr, wie an diesem Montag. Der Grund: Das Schmuckstück, das Unternehmensberaterin Sarah Schröder aus Panketal nahe Berlin mit in die Pulheimer Walzwerke gebracht hatte. Dabei gehörte es ihr noch nicht einmal. Die 39-Jährige war nämlich im Auftrag einer Freundin zu Horst Lichter und Co. gereist. Da eben jene Freundin aber schon über 90 Jahre alt sei, sei sie vorgeschickt worden, so Sarah.
„Sie hat die Brosche von ihrem Mann geschenkt bekommen zur Geburt ihrer Tochter. Das war 1967. Sie möchte sie jetzt verkaufen. Leider sind sowohl ihr Mann, als auch ihre Tochter bereits verstorben“, berichtet Sarah Schröder. Eine sicherlich schwere Entscheidung, dennoch auch irgendwie nachvollziehbar. Und so durfte sich ZDF-Sachverständige Heide Rezepa-Zabel an die Expertise machen.
📌 Markus Wildhagen – der „Bares für Rares“-Star aus Düsseldorf
Markus Wildhagen wurde am 26. Mai 1966 in Düsseldorf geboren und ist ein deutscher Kunst- und Antiquitätenhändler, der vor allem durch die ZDF-Trödelshow „Bares für Rares“ bekannt wurde, in der er seit 2017 als Händler auftritt.
Seit 1993 betreibt er in Düsseldorf sein Antiquitätengeschäft „Wandel Antik“, das auf rund 1.300 Quadratmetern historische Möbel, Kunstgegenstände und außergewöhnliche Sammlerstücke anbietet.
Eine Besonderheit seines Unternehmens ist der umfangreiche Requisitenverleih, der bereits bekannte Filmproduktionen wie „Das Parfum“ und „Grand Budapest Hotel“ mit historischen Gegenständen ausgestattet hat.
Ein edler Klunker und ein brisantes Tippspiel bei „Bares für Rares“
Und die fiel, soviel darf vorweggenommen werden, äußerst positiv aus. So stammte die Platin-Brosche etwa aus der Zeit der 20er und 30er-Jahre. Dazu besetzt mit zahlreichen Diamanten. „Diese Tafelbrosche ist also vollständig ausgeschmückt mit Diamanten, Brillanten und auch mit Baguette-Steinen. Die maximale Brillanz liegt hier in dem Mittelstein, also in dem Blickfang, wo alles architektonisch darauf zugeordnet ist – gestalterisch“, schildert Rezepa-Zabel. Insgesamt sagenhafte sieben Karat. Eine Zahl, die im Händlerraum noch wichtig werden würde.
Doch schauen wir erst einmal auf den Schätzpreis. Der lag bei 8.000 bis 9.000 Euro. Und damit deutlich über den 5.000 bis 6.000 Euro, die sich Sarahs Freundin gewünscht hatte. Hervorragend. Also ab zu den Händlern. Und die veranstalteten erst einmal eine Art Wettraten. Wer schätzt die Karatzahl am genauesten?
Bietverbot für Markus Wildhagen aus Düsseldorf
Der Sieger: Markus Wildhagen aus Düsseldorf. 6,8 Karat hatte der Betreiber von Wandel-Antik geschätzt und damit am nächsten gelegen. Von seinem Kollegen Julian Schmitz-Avila gab es sogar eine Art Preis: „Herzlichen Glückwunsch, Markus. Deine Belohnung ist, du darfst nicht mitbieten.“ Ein ausgeschlossener Händler? Das ließ sich Wildhagen natürlich nicht bieten.
Den Zuschlag bekam er schlussendlich aber dennoch nicht. Der ging an Elke Velten-Tönnies. Für starke 6.000 Euro.