DAX +1,62 % 25.590,77 Pkt 18:00:00 MDAX +2,07 % 30.495,47 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,79 % 6.164,69 Pkt 18:00:00 Dow Jones +0,31 % 52.377,60 Pkt 21:00:00 S&P 500 +1,30 % 7.722,60 Pkt 21:48:15 Nasdaq +2,01 % 26.477,81 Pkt 22:15:59 Nikkei +1,56 % 64.255,80 Pkt 04:46:35 Gold -0,38 % 4.059,10 USD 04:51:36 Silber -0,28 % 54,14 USD 04:50:59 Brent -2,61 % 110,91 USD 04:51:39 WTI +1,52 % 101,42 USD 04:51:39 Bitcoin +0,26 % 81.011,12 USD 05:01:38 EUR/USD -0,43 % 1,11260 USD 05:00:46 EUR/GBP -0,13 % 0,83620 GBP 05:01:41 EUR/CHF -0,22 % 0,92280 CHF 05:01:41 EUR/JPY -0,20 % 175,671 JPY 05:01:41

Dynamo Dresden: So kriegt Stamm die Kurve nicht!

Sport

TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen

Zumindest darüber sind sich alle Beteiligten einig: Das 1:1 in Osnabrück ist für Dynamo Dresden eine einzige Enttäuschung. Was die sportliche Leitung um Trainer Thomas Stamm (43) allerdings (noch) nicht wahrhaben will: Das Kellerduell der 2. Liga legt aus Sicht der SGD einen besorgniserregenden Trend offen...

Dabei belegen das allein die nackten Zahlen: Dynamo ist seit mittlerweile fünf Pflichtspielen ohne Sieg – Negativ-Rekord 2026. Der letzte und bisher einzige Dreier der Saison gegen Darmstadt (1:0) gelang Mitte August, seitdem gab´s nur noch zwei mickrige Pünktchen (drei Niederlagen, zwei Remis). Mit 15 Gegentoren stellt Dresden nach Cottbus (16) die zweitschlechteste Defensive. Und am schlimmsten: Die Stamm-Elf vergeigte nach Führungen insgesamt schon satte zehn (!) Zähler.

Das Remis beim VfL passt da leider genau ins Raster. Die Stamm-Elf spielte zum wiederholten Mal eine starke erste Halbzeit, um dann nach dem Seitenwechsel genauso stark nachzulassen. Die Quittung war nach der verdienten Führung durch Kapitän Niklas Hauptmann der Last-Minute-Ausgleich durch Robin Fabinski. Da verpuffte auch der überraschende Torwart-Wechsel von Tim Schreiber zu Lennart Grill.

Wieder Leistungsabfall in der 2. Halbzeit

„Wenn du das 1:0 bis zur 87. Minute hältst, musst du es auch über die Zeit bringen“, grantelte Simon Straudi, der diesmal als Linksverteidiger auflief. „Das ist extrem bitter und macht sauer.“ Hauptmann meinte nach seinem 200. Dynamo-Spiel: „Nachdem wir in der ersten Halbzeit alles im Griff hatten, sind wir in der zweiten Hälfte nicht mehr so mutig und geradlinig nach vorn gewesen.“

Coach Stamm sagt dazu: „In den zehn Minuten vorm Ausgleich fehlte mit Ball und im Gegenpressing der Mut der ersten 70 Minuten.“ Stellt sich die Frage, warum das immer wieder so ist. Ein Grund kann das mangelnde Selbstvertrauen sein. Ex-Torjäger und Sky-Experte Fabian Klos (38/Bielefeld): „Das ist nach der starken letzten Rückrunde irgendwo verloren gegangen.“

Wechsel kamen zu spät

Möglich aber auch, dass die Dynamos einfach nicht mehr konnten. Das permanente Gegenpressing führte nicht nur in Osnabrück dazu, dass zwar die Laufleistung extrem hoch ist – der Tank aber eben auch irgendwann leer. Doch obwohl mehrere Profis sichtlich auf dem Zahnfleisch krochen, brachte Stamm erst nach dem Ausgleich frisches Personal. Das konnte in den verbleibenden drei Minuten plus Nachspielzeit nicht mehr viel ausrichten.

Auch das muss kritisch hinterfragt werden: Osnabrück eröffnete Dynamo Dresden zwangsläufig Räume zum Kontern. Doch statt die mit schnellen Einwechslern wie Okpala oder Inanoglu zu nutzen, brachte Stamm für den glücklosen Vermeij den nicht gerade für seine Sprintstärke bekannten Daferner. Wenn der Trainer dann trotzdem von einem „Schritt nach vorne“ spricht, ist das – mit Verlaub – am Thema vorbei.

Fazit: Wenn der Schweizer sagt, dass Dynamo viel Spielkontrolle hatte, hinten wenig zugelassen hat und das Gegentor nach einem Standard fiel, mag das in dem Fall zutreffen. Bekommt man aber immer wieder zu hören, dass die Mannschaft in der Schlussphase mutiger und konsequenter sein muss, kommen Fragen auf.

Stamm muss schnelle Lösungen finden

Um es auf den Punkt zu bringen: Entweder schafft es Stamm jetzt zeitnah, den signifikanten Leistungsabfall nach der Pause taktisch und/oder personell zu stoppen – oder die nächsten Pleiten sind vorprogrammiert. So wie bisher wird man die Kurve im Abstiegskampf – und um nichts anderes geht es mehr – jedenfalls kaum kriegen. Dann dürfte die Luft für den Chefcoach schnell dünner werden.

Nochmal Fabian Klos: „Dresden ist gut beraten, nicht wieder bis zur Rückrunde zu warten. Das wissen die Verantwortlichen. Sie werden es auch nicht so weit kommen lassen wollen.“ Der Elb-Clasico gegen Magdeburg kommenden Sonntag dürfte da schon richtungsweisend sein...

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren