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Dynamo Dresdens Bünning über Hirnschlag - Will nächstes Jahr wieder angreifen

Sport

Dynamo Dresdens Innenverteidiger Lars Bünning hat erstmals ausführlicher über seinen Ende Mai erlittenen Hirnschlag gesprochen. „Es kam aus heiterem Himmel“, zitiert die „Bild“ den 28-Jährigen in einem Live-Talk des Dynamo-Podcasts in Dresden. „Ich war auf dem Sprung zu einem Junggesellen-Abschied, wollte mich bei meinen Eltern im Badezimmer fertigmachen. Doch dann wurde es komisch. Man muss sich das so vorstellen, wie wenn man zu schnell aufsteht und der Kreislauf ein bisschen verrücktspielt. Ich dachte: Okay, wird schon gleich wieder weggehen. Ging es aber nicht. Ich stand da und konnte mich nicht mehr bewegen. Mein Körper war wie eingefroren.“

Bünning gelang es dann noch, seine Frau anzurufen, die sofort Hilfe organisierte. Seine Schwägerin eilte herbei, die auch Schlüssel zur Wohnung seiner Eltern bei Hamburg hatte. „Ab diesem Zeitpunkt kann ich mich an nichts mehr erinnern. Ich lag wohl am Boden, konnte mich nicht mehr bewegen und habe vor Schmerzen geschrien. Mein persönliches Licht wurde ausgeknipst.“ Bünning schwebte zu diesem Zeitpunkt in akuter Lebensgefahr.

Der Verteidiger wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht und wachte erst auf der Intensivstation wieder auf. Sein Zustand verschlechterte sich jedoch weiter. „Das war der Moment, wo die Ärzte entschieden haben: Lebt er, ja oder nein?“ Es folgte eine Notoperation mit anschließendem künstlichem Koma.

Später, als es ihm wieder besser ging, wurde ihm erklärt, was den Hirnschlag ausgelöst hatte. „Eine Ansammlung von Blutgefäßen in meinem Kopf hat dazu geführt, dass das Blut nicht richtig zirkulieren konnte. Eine angeborene Fehlbildung, die bei der OP vollständig beseitigt werden konnte. Ich gelte damit als geheilt“, so Bünning, der mittlerweile wieder täglich an seinem Comeback arbeitet. Auch wenn es aktuell noch „kleine Treppenstufen“ sind, „die man hochsteigt“.

Bünning will nächstes Jahr bei Dynamo Dresden „wieder voll angreifen“

Einmal muss sich der gebürtige Hamburger aber noch operieren lassen. „Am 1. Dezember habe ich noch einen letzten Eingriff. Ein Stück Schädelplatte, die damals entfernt werden musste, wird wieder eingesetzt. Dann habe ich genug Zeit im Krankenhaus verbracht und kann nächstes Jahr hoffentlich wieder voll angreifen.“ Wann genau, lässt sich noch nicht sagen.

Sein Vertrag bei der SGD endet im kommenden Sommer, Bünning würde aber gerne darüber hinaus bleiben. „Ich werde wieder Fußball spielen! Und das hoffentlich für Dynamo Dresden. Die Dankbarkeit für diesen Verein kann man nicht in Worte fassen.“ Der Abwehrmann war 2023 vom 1. FC Kaiserslautern zu den Sachsen gekommen und bestritt bislang 81 Partien. Dass er sich nach dem Schicksalsschlag nicht doch lieber aus dem Profifußball zurückzieht, kommt für ihn nicht infrage. „Man muss es ganz ehrlich sagen: Es ging um Leben und Tod. Aber es ist nicht vorbei. Wenn man kämpft, kann man vieles erreichen. Mein Beispiel soll Menschen helfen, nie den Glauben zu verlieren, dass man zurückkommen kann ...“

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